Parkplatzstreit

Öffentlich statt privat genutzte Parkplätze heizen den Opéra-Konflikt an

Weil die privaten Parkplätze im Opéra öffentlich genutzt werden, flammt der Konflikt um das Zürcher Parkhaus neu auf.

Weil die privaten Parkplätze im Opéra öffentlich genutzt werden, flammt der Konflikt um das Zürcher Parkhaus neu auf.

Im neuen Parkhaus Opéra heizen 50 Parkplätze den notorischen Parkplatzstreit wieder an. Wie der Stadtrat das Problem zu lösen gedenkt, ist nicht ganz klar.

Ursprünglich waren die 299 Parkplätze im Parkhaus Opéra unterteilt in 249 öffentliche und 50 privat vermietete. So war es in Gestaltungsplan und Konzession für das neue Zürcher Parkhaus festgelegt.

Entsprechend dem «historischen Kompromiss» von 1990 wurden mit der Öffnung des Parkhauses 249 oberirdische Plätze abgebaut. Denn dieser Kompromiss schreibt vor, in der Innenstadt und in citynahen Gebieten solle die Zahl der öffentlichen Parkplätze auf dem Stand von 1990 bleiben.

Niemand will die Parkplätze

Nun stellte sich heraus, dass die Parkhausbetreiberin für die 50 Plätze keine Privatmieter gefunden hat - sie sind also auch öffentlich. Dies rief prompt die Grünen mit einer schriftlichen Anfrage auf den Plan.

In seiner heute Donnerstag veröffentlichten Antwort stellte der Stadtrat in Aussicht, er werde «die nötigen Schritte» in die Wege leiten, um den Zustand herbeizuführen, der dem Gestaltungsplan und der Konzession entspreche. Welche Schritte dies im einzelnen sind, führte er nicht aus.

Ein Dorn im Auge von FDP und SVP

FDP und SVP, denen die restriktive Parkplatzpolitik seit jeher ein Dorn im Auge ist, haben nun ein Postulat nachgeschoben: Die 50 umstrittenen Parkplätze sollten «als Teilkompensation für andauernd durch Baustellen oder aus anderen Gründen gesperrte Parkplätze in der Innenstadt» gelten, schlagen sie vor. Sie sollen also im Parkhaus öffentlich sein - ohne oberirdische Kompensation.

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