Die Bäume liegen am Dienstagmorgen bereits gefällt am Boden. Wo zuvor Pflanzgärten lagen, stehen jetzt Bagger, der Hühnerhof am Rand der Kronenwiese ist verschwunden und über die Erdhügel kurven keine Biker mehr: Die befristeten Zwischennutzungen wurden rechtzeitig zum Baustart aufgehoben.

Entstehen wird nun ein Projekt von Armon Semadeni Architekten GmbH, das im Februar 2011 einen offenen Wettbewerb gewonnen hat, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Von den 99 Wohnungen werden 72 Familienwohnungen mit 3,5 bis 5,5 Zimmern. Es sind aber auch kleine Wohnungen mit 2,5 Zimmern vorgesehen. Jede dritte Wohnung ist subventioniert.

Die Siedlung in Zürich-Unterstrass erfülle Minergie-A-Eco-Standard, heisst es in der Mitteilung. Es sei ein "bedeutender Pionierbau auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft". Schweizweit gebe es kein vergleichbares Objekt dieser Grösse.

Parkplätze im öffentlichen Parkhaus mieten

Dazu gehört, dass im Gegensatz zu anderen Wohnsiedlungen jene auf der Kronenwiese keine eigene Tiefgarage umfassen wird. Auch oberirdisch sind nur einige Besucherparkplätze vorgesehen. Dafür stehen in einem nahegelegenen öffentlichen Parkhaus 30 Plätze zum Mieten bereit.

Dieser Verzicht auf eigene Parkplätze hatte im Gemeinderat zu Diskussionen samt Antrag auf Rückweisung der Vorlage geführt. Die citynahe, gut erschlossene Lage eigne sich für "autoarmes Wohnen", sagten die einen, der Verzicht sei eine Zumutung, fanden die Gegner.

Das Parlament genehmigte schliesslich den Kredit von 64,8 Millionen Franken mit deutlichem Mehr. Die Stimmberechtigten stimmten im Juni 2013 mit 75 Prozent Ja zu. (sda)