Zürich
Obergericht verurteilt Mann, der mit Utensilien für einen Überfall unterwegs war

Ein 64-Jähriger Salzburger spähte eine Zürcher Privatbank aus. In seinem Auto fanden sich etliche Utensilien, die für einen Raubüberfall verwendet werden können sowie ein Drohschreiben.

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Saal des Obergerichts Zürich (Archiv)

Saal des Obergerichts Zürich (Archiv)

Keystone

Verschiedene Quellen berichten, im Wagen des Mannes seien neben dem Drohbrief mit den Worten «Ich habe eine geladene Bombe im Gebäude/ Fernzündung/ Bin bereit zu sterben/ Sie sterben mit mir» diverse Utensilien wie Verkleidungsmaterial, Messer und eine Pistole gefunden worden. Das Obergericht leitete daraus strafbare Vorbereitungshandlungen zu einem Raub ab.

Das unerlaubte Mitführen von Waffen gebe der Mann zu, nicht aber den geplanten Raub, schreibt der «Tagesanzeiger». Vielmehr habe er sich sein Eigentum zurückholen wollen: Er sei nämlich in Italien von der Mafia bei einem Geschäft um 80‘000 Euro geprellt worden. Ein Detektiv habe herausgefunden, dass seine damaligen Geschäftspartner jeweils in der betreffenden Bank ihre Geschäfte abwickeln. Dabei habe er sie zur Rede stellen wollen. Die Ausrüstung habe nur zum Selbstschutz gedient. (fwa)