Zürcher Obergericht

Obergericht verurteilt jungen Schläger zu bedingter Geldstrafe

Der Mann hatt eine Gruppe Jugendlicher attackiert und zusammengeschlagen (Symbolbild)

Der Mann hatt eine Gruppe Jugendlicher attackiert und zusammengeschlagen (Symbolbild)

Eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätze zu 30 Franken hat das Zürcher Obergericht einem 19-Jährigen auferlegt. Er war im Sommer 2010 an einer wüsten Schlägerei in Bonstetten beteiligt.

Obwohl das Obergericht die erstinstanzliche Strafe erhöhte, kommt der junge Mann besser davon als vor dem Bezirksgericht Affoltern. Dieses hatte ihn im November 2010 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt - ungeachtet der Tatsache, dass laut dem seit 2007 geltenden Recht bedingte Strafen von unter sechs Monaten in Geldstrafen umzuwandeln sind.

Der Staatsanwalt zog denn auch das Urteil weiter und verlangte eine Bestrafung mit sechs Monaten. Das Obergericht erhöhte nun auf fünf Monate. Es blieb damit unter der sechs-Monats-Limite und wandelte deshalb vorschriftsgemäss die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe um. Der Verurteilte muss also auch dann nicht ins Gefängnis, wenn er die Probezeit nicht besteht. Er muss dann lediglich zahlen.

In der Nacht auf den 5. Juni 2005 hatte der Angeklagte mit einigen Kollegen am Bahnhof Bonstetten eine Gruppe Jugendlicher aus Schlieren attackiert und zusammengeschlagen. Einer der Schlieremer stürzte auf das Bahngleis, brach sich eine Hand und konnte nur knapp vor einem einfahrenden Zug weggezogen werden.

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