Zürich

Oberärzte sollen maximal 55 Stunden pro Woche arbeiten müssen

Höchstens noch 55 Stunden pro Woche sollen die Ärzte in den Spitälern der Stadt arbeiten. key

Höchstens noch 55 Stunden pro Woche sollen die Ärzte in den Spitälern der Stadt arbeiten. key

Neue Arbeitszeiten bei den Spitälern der Stadt. Der Stadtrat plant die Anpassung des städtischen Kaderärztinnen- und -ärztereglements (KAR).

Für alle Oberärztinnen und Oberärzte in den Stadtspitälern Triemli und Waid schlägt der Zürcher Stadtrat neu eine wöchentliche Sollarbeitszeit von fünfzig Stunden und eine Höchstarbeitszeit von 55 Stunden pro Woche vor. Die neue Regelung verursacht Kosten von fünf Millionen Franken pro Jahr.

Mit der nun vorgelegten Lösung verfügten die Stadtspitäler über Arbeitszeiten, die mit jenen im Arbeitsgesetz vergleichbar seien, heisst es in einer Mitteilung des Stadtrates.

Gleichzeitig werde die von den Oberärztinnen und Oberärzten geschätzte Flexibilität der städtischen Regelung beibehalten, da die Stundenzahlen quartalsweise abgerechnet werden. Dies erleichtere die Planung.

Anstelle der heutigen Ruhetagsregelung sollen neu die maximale Anzahl geleisteter Dienste am Stück sowie die maximale Schichtdauer verkürzt werden.

Der Stadtrat ist überzeugt, dass mit den Anpassungen die Grundlage für «weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen» gelegt wird. Diese haben jedoch ihren Preis: Die Anpassung verursacht Kosten von jährlich rund fünf Millionen Franken.

Gemeinsame Lösungssuche

Die nun vorliegende Überarbeitung des KAR hat einen langen Weg hinter sich. Sie basiert auf Eckwerten, die zusammen mit den Oberärztinnen und Oberärzten der Stadtspitäler sowie dem Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) erarbeitet wurden.

Im Juli 2014 reichte der VSAO beim Stadtrat eine Petition ein, in der dieser aufgefordert wurde, die Forderungen einer Gemeinderatsmotion des Jahres 2004 zu erfüllen. Die Motion verlangt, dass alle Angestellten in den städtischen Kliniken und Spitälern sinngemäss dem Arbeitsgesetz unterstellt werden. Entsprechende Vorlagen des Stadtrats wurden jedoch 2008 und 2012 vom Gemeinderat zurückgewiesen. Stadträtin Claudia Nielsen, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartementes, suchte mit dem VSAO das Gespräch und schlug vor, direkt mit den Betroffenen eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Der Vorschlag geht nun an den Gemeinderat. (sda)

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