Drogenkonsum
Nur volljährige Kiffer sollen in Zürich zur Kasse gebeten werden

Der Zürcher Regierungsrat befürwortet grundsätzlich, Cannabiskonsum künftig schweizweit einheitlich mit einer Busse von 100 Franken zu ahnden. Die Bussen sollten seiner Meinung nach aber erst an Jugendliche über 18 Jahren verteilt werden dürfen.

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Der Regierungsrat befürwortet grundsätzlich, Cannabiskonsum künftig mit einer Busse von 100 Franken zu ahnden. (Keystone)

Der Regierungsrat befürwortet grundsätzlich, Cannabiskonsum künftig mit einer Busse von 100 Franken zu ahnden. (Keystone)

Mit einer Busse würden auch Jugendliche unter 18 nicht mehr bei der Jugendanwaltschaft registriert. Es liesse sich somit nicht mehr überprüfen, ob ein Jugendlicher vorbestraft sei oder ein Suchtverhalten vorliege. Dies sei aus Jugendschutzgründen abzulehnen.

Zudem würden die Eltern selbst im Wiederholungsfall nicht über das Vergehen informiert, schreibt der Regierungsrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Vernehmlassungsantwort.

Ferner spricht sich der Regierungsrat dafür aus, dass die Bussen auch von Polizisten in Zivil verteilt werden dürfen und nicht nur von jenen, die eine Dienstuniform tragen.

Die Reform des Betäubungsmittelgesetzes sieht vor, dass Jugendliche über 16 Jahren bei Cannabiskonsum in geringen Mengen bis zu 10 Gramm nur noch mit einer Busse von 100 Franken bestraft werden. Heute landen Kiffer grundsätzlich vor Gericht. (sda)