Zürich

Nur knapp die halbe Bahnhofstrasse ist in Händen von Schweizer Marken

Trotz Wegzug von McDonald’s kein Einheitsbrei: Bahnhofstrasse in Zürich.Key

Trotz Wegzug von McDonald’s kein Einheitsbrei: Bahnhofstrasse in Zürich.Key

Zürich, London oder Paris: Wer durch die Einkaufsstrassen der europäischen Metropolen schlendert, dem bietet sich auf den ersten Blick das immer gleiche Bild: Zara neben H&M, Gucci neben Louis Vuitton, Rolex neben Cartier – die internationalen Marken dominieren. Doch der Eindruck täuscht.

An der Zürcher Bahnhofstrasse sind 56% aller Läden in der Hand von Schweizer Marken. Das zeigt laut der "NZZ am Sonntag" eine Untersuchung der internationalen Immobilienberatungsfirma CBRE, die nächste Woche publiziert wird.

Die Situation an der Bahnhofstrasse ist ähnlich wie jene in London oder Paris: An der Oxford Street kämpfen mit 60% etwas mehr heimische Marken um Kunden, an den Champs-Elysées mit 55% gleich viele.

Der Detailhandels-Mix an den Top-Einkaufsstrassen eines Landes sei immer auch ein Spiegel der Fähigkeit eines Landes, starke Marken hervorzubringen, die sich die überdurchschnittlich hohen Mieten an diesen Strassen leisten könnten, sagt Michael Dressen, zuständig für den Bereich High-Street Retail bei CBRE Schweiz.

Der Fastfoodkonzern McDonald´s schliesst unterdessen das Lokal an der Bahnhofstrasse und zieht an die günstigere Löwenstrasse. Laut Insidern zahlten die Amerikaner für das 130 Plätze umfassende Restaurant 1 Million Franken Miete.  „Die Bahnhofstrasse war ein sehr umsatzstarkes Lokal, aber die Miete ist auch entsprechend hoch“, sagt Thomas Truttmann, Marketingchef McDonald’s Schweiz, der "NZZ am Sonntag".

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