Kanton Zürich

Nur jeder Zweite schafft Aufnahmeprüfung ans Lang-Gymnasium

1979 Zürcher Sechstklässlerinnen und -klässler haben dieses Jahr die Aufnahmeprüfung ans Langgymnasium bestanden.

1979 Zürcher Sechstklässlerinnen und -klässler haben dieses Jahr die Aufnahmeprüfung ans Langgymnasium bestanden.

 Jeder zweite Sechstklässler, der dieses Jahr zur Gymiprüfung angetreten ist, hat bestanden. Die Erfolgsquote liegt damit im üblichen Rahmen. Anders beim Kurzzeitgymnasium: Dort ist die Quote gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.

Aus dem Kanton Zürich haben Anfang März 3823 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler die Aufnahmeprüfung für das Langzeitgymnasium absolviert. Sie haben Aufsätze geschrieben, ihr Textverständnis bewiesen und knifflige Matheaufgaben gelöst.

Gestern hat die Bildungsdirektion die Resultate der Gymiprüfung mitgeteilt. 1979 Sechstklässler haben den Test bestanden. Sie treten nach den Sommerferien für die Probezeit in eines der Langzeitgymnasien ein. Die Erfolgsquote liegt bei 51,8 Prozent, gegenüber 2015 ist sie leicht gesunken. Ein Trend lässt sich laut Marc Kummer, Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, nicht herauslesen.

Erfolgsquote eingebrochen

Gleichzeitig mit den Primarschülern haben 3306 Jugendliche aus der 2. und 3. Sekundarschule die Prüfungen für das Kurzzeitgymnasium abgelegt. 1295 von ihnen haben den Übertritt geschafft. Das sind 39,2 Prozent der Geprüften. Verglichen mit dem Jahr 2015 zeigt sich hier der markanteste Unterschied: Vor einem Jahr hatten 46,2 Prozent der Prüfungsabsolventen für das Kurzzeitgymnasium den Test bestanden. Eine Erklärung für diese Differenz hat Amtschef Marc Kummer nicht. Es kann aber nicht daran liegen, dass die Vornoten beim Übertritt ins Kurzzeitgymnasium nicht mehr berücksichtigt werden. Diese Regelung galt schon im Vorjahr. 2015 aber hatte sich die Erfolgsquote gegenüber 2014 nur unbedeutend verändert (von 47 auf 46,2 Prozent).

Vorleistung soll zählen

Tatsache ist, dass die Prüfung ohne Berücksichtigung von Vornoten für die Jugendlichen anspruchsvoller geworden ist. Es handelt sich um eine Momentaufnahme und wer einen schlechten Tag erwischt, hat Pech gehabt.

Dass die Vornoten keine Rolle mehr spielen, hat mit einem Entscheid des Bildungsrates zu tun. Seit Schüler von Sek A und B an der Kantonsschule aufnahmeberechtigt seien, könne man die Noten nicht mehr vergleichen, lautete das Argument. Die Situation könnte sich aber in absehbarer Zeit wieder ändern. Im Kantonsrat ist schon seit 2014 ein Geschäft pendent, wonach die Vorleistungen wieder in die Bewertung einfliessen sollen.
Von den 100 angemeldeten Sek-B-Schülern haben 4 die Aufnahmeprüfung ins Kurzgymi bestanden. 2015 waren es 2 von 71.

Aufnahmeprüfung ans Gymnasium

Aufnahmeprüfung ans Gymnasium

Unterschiede nach Bezirk

Grosse Unterschiede zeigen sich auch dieses Jahr in der Aufnahmequote pro Bezirk. Die Quote gibt den Anteil der Schülerinnen und Schüler der gleichen Klassenstufe an, die zur Aufnahmeprüfung angetreten sind und diese bestanden haben. Beispiel Affoltern (siehe Grafik): Die Aufnahmequote für das Langzeitgymi beträgt 13 Prozent. Von den 529 Schülerinnen und Schülern der 6. Primarklasse haben 132 den Test für das Langzeitgymnasium gemacht. 69 haben bestanden. Das sind 13 Prozent der Sechstklässler im Bezirk Affoltern.

Die Grafik zeigt, dasss die Quote im Bezirk Meilen wie üblich am höchsten liegt (22,3 Prozent), gefolgt von Zürich (19,8%) und Horgen (15,9%). Am anderen Ende der Skala steht der Bezirk Hinwil mit einer Aufnahmequote von 9,2 Prozent für das Langzeitgymnasium. Die bestandene Gymiprüfung ist erst die halbe Miete. In der Probezeit scheitern zwischen 10 und 20 Prozent der Mittelschüler.

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