Neues Langzeitgymnasium
Nur die besten Schüler: Kanton Zürich denkt an ein Elite-Gymnasium

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich erwägt die Gründung eines Langzeitgymnasiums mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung. Das sorgt für Kritik.

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Die Idee des Langzeitgymnasiums für die besten Schüler stösst in Lehrer- und Rektorenkreisen auf heftige Kritik. Symbolbild)

Die Idee des Langzeitgymnasiums für die besten Schüler stösst in Lehrer- und Rektorenkreisen auf heftige Kritik. Symbolbild)

Keystone

Die Absicht dahinter ist, die Zahl der Studierenden in Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu erhöhen. «Ein möglicher Standort wäre der Campus der Kantonsschule Rämibühl in Zürich», sagt Marc Kummer, Leiter des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, in der «NZZ am Sonntag».

Die Idee stösst in Lehrer- und Rektorenkreisen auf heftige Kritik. Die Rede ist von einem Elite-Gymnasium, das nur den besten Schülern eines Jahrgangs offen steht. «Wir lehnen einen solchen Pilotversuch an nur einer Schule klar ab», sagt Cornel Jacquemart, Präsident der Schulleiterkonferenz und Rektor am Wirtschaftsgymnasium Büelrain Winterthur.

Die Rektoren befürchten eine Zweiklassen-Matura. Ähnlich argumentiert Marcel Meyer, Präsident der Mittelschul-Lehrer: «Man würde das System massiv durcheinanderbringen.»