Der VCS sage Nein zur geplanten Verlegung der Tramlinie 2 in Altstetten und unterstütze damit die Quartierbevölkerung, schreibt der "Tagesanzeiger". VCS-Vorstandsmitglied äusserte gegenüber dem "Tagesanzeiger", dass beim offiziellen Projekt die ÖV-Benutzer und das Gewerbe völlig vergessen gegangen seien. Der Stradtrat wolle scheinbar die Linienführung über die Köpfe der Bevölkerung hinweg "durchstieren". 

Nach der Eröffnung der Limmattalbahn solle die Tramlinie 2 direkt vor dem Lindenplatz in die Altstetterstrasse einbiegen, direkt zum Bahnhof Altstetten fahren und von dort zur Endhaltestelle Farbhof. Damit kommen zwar die Pendler aus den Arbeitsgebieten schneller zur S-Bahn, aber Anwohner und örtliches Gewerbe werden links liegen gelassen sowie ein grosser Teil des Quartiers abgehängt, so Gabi Petri, Co-Geschäftsführerin des VCS und Kantonsrätin der Grünen zum "Tagesanzeiger". Die Bewohner müssten auf dem Weg zum Farbhof erhebliche Umwege in Kauf nehmen. 

Zudem stosse sich der VCS an den geplanten 4 Haltestellen an verschiedenen Orten auf dem Bahnhofplatz, die ein Umsteigen auf die Limmattalbahn, die direkt vor dem Bahnhof hält, schwierig machen. Besser wäre eine Drehscheibe vor dem Bahnhof, wo sich alle Bushaltestellen und die Limmattalbahn vor dem Bahnhof konzentrieren.

Der Bus 31 solle wie gewohnt weiterfahren, bis er von der Linie 1 abgelöst werde. Denn die geplante Wendeschleife um ein Gebäude herum stelle ein Hindernis für den Fussgängerverkehr und das Gewerbe dar. 

Einverstanden sei der VCS mit dem Verkehrskonzept des Tiefbauamts für die Altstetterstrasse. Diese solle mit der Aufwertung praktisch autofrei werden. Besser ginge das, wenn kein Tram auf der Strecke unterwegs sei. Ein reiner Busbetrieb erhöhe die Gestaltungsfreiheit, es gebe mehr Platz für Fussgänger, der Veloweg werde attraktiver und der Baumbestand könne erhalten bleiben, so VCS-Co-Geschäftsführer Markus Knauss gegenüber dem Tagesanzeiger. (fwa)

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