Zurich E-Prix
Noch 152 Tage, dann rasen die E-Boliden durch die Innenstadt

Am 10. Juni findet nach über 63 Jahren wieder ein Rundstreckenrennen in der Schweiz statt. Nachdem der Zürcher Stadtrat im Oktober die Rahmenbewilligung erteilt hat, haben sich die Organisatoren des Zürcher Formel E-Rennens neu aufgestellt.

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Die Rundstrecke des Julius Baer Zurich E-Prix.

Die Rundstrecke des Julius Baer Zurich E-Prix.

zvg

Obwohl in der Schweiz ein Rundstreckenverbot gilt, findet am 10. Juni am Zürcher Seebecken zum ersten Mal seit 1955 ein Autorennen statt. Mit der Bewilligung des Zürcher Stadtrates im Oktober können damit zum ersten Mal Boliden der Formel-E in der Schweiz durch die Strassen zischen. Kürzlich haben die Veranstalter viele neue Informationen zum Rennen bekannt gegeben. In einer Medienmitteilung zeigen sie sich optimistisch, dass die vor Bezirksgericht hängige Stimmrechtsbeschwerde keinen Einfluss auf die Durchführung des Rennens haben wird.

Die für die Durchführung des Julius Baer Zurich E-Prix gegründete Organisation Swiss E-Prix Operations AG kümmert sich unter Geschäftsführer Pascal Derron für die Vermarktung und Infrastruktur des Anlasses. Derron hat in seiner früheren Tätigkeit beim Eventbauer Nüssli internationale Erfahrung bei der Organisation von Autorennen wie Indycar, Formel 1 und Formel E gesammelt. E-Prix-Initiant und Stadtzürcher FDP-Gemeinderat Roger Tognella vom Verein E-Mobil Züri übernimmt die Koordination mit der Stadt Zürich. Das Rahmenprogramm rund um das Formel-E-Rennen findet vom 7. bis und mit 10. Juni in Zürich statt. Die Begleitveranstaltung, welche zur Erfüllung der Auflage des Stadtrats unter dem Motto „More than a race“ an E-Mobil Züri vergeben wurde, wird neu unter dem Titel „eDays“ geführt. Der Ticketvorverkauf soll laut Organisatoren im April starten.

Damit sind alle Ampeln auf Grün gestellt. „Wir sind stolz, die Formel E nach Zürich gebracht zu haben. Das Rennen um das Zürcher Seebecken und in einem Teil der Zürcher Innenstadt wird weltweit beachtet werden. Und in der Schweiz werden es Tausende sein, welche das Rennen am späten Nachmittag des Rennsonntags in Zürich oder live am TV und im Internet verfolgen werden. Damit geht ein neuer Schweizer Grossanlass mit internationaler Ausstrahlung über die Bühne", wird Derron in der Medienmitteilung zitiert.

"Wir sind stolz, die Formel E nach Zürich gebracht zu haben." Pascal Derron, Geschäftsführer Swiss E-Prix Operations AG  

"Wir sind stolz, die Formel E nach Zürich gebracht zu haben." Pascal Derron, Geschäftsführer Swiss E-Prix Operations AG  

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Die Freude ist auch bei den Rennfahrern gross. Der Schweizer Sebastien Buemi stand bereits zwölf Mal auf dem Formel E-Podium und sagt zum bevorstehenden Rennen in Zürich: “Ich kann es kaum erwarten, auf heimischem Boden zu fahren. Das hat seit 63 Jahren kein anderer Rennfahrer sagen können. Durch die Strassen zu fahren und dabei von heimischen Zuschauern angefeuert zu werden, das habe ich bisher noch nicht erlebt. Damit wird ein Traum von mir wahr." (GIU)