Internet-Fahndung
Neun Zürcher 1.-Mai-Randalierer sind identifiziert

Mit Hilfe von Fotos im Internet hat die Stadtpolizei Zürich neun mutmassliche 1.-Mai-Randalierer identifiziert. Nach drei weiteren fahndet sie noch. Die Bilder von allen 13 Personen wurden mittlerweile wieder aus dem Internet entfernt.

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Randalierer an einer Demonstration am 1. Mai im Zürcher Langstrassenquartier (Archiv)

Randalierer an einer Demonstration am 1. Mai im Zürcher Langstrassenquartier (Archiv)

Keystone

Fünf Schweizer, zwei Portugiesen und zwei Türken ermittelte die Polizei aufgrund der Veröffentlichung, wie sie am Montag mitteilte. Vier der neun sind jünger als 18 Jahre alt. Je vier wohnen in der Stadt beziehungsweise im Kanton Zürich, einer kam am 1. Mai von ausserhalb des Kantons nach Zürich. Gegen die neun wurden Strafverfahren eingeleitet.

Nach den Ausschreitungen vom 1. Mai 2011 ermittelten die Behörden aufgrund von Foto- und Videoaufnahmen 13 Personen, die mutmasslich Straftaten begangen hatten. Eine Identifizierung der Verdächtigen war allerdings nicht möglich. Deshalb kündigte die Polizei am 14. Juli im Auftrag der Staatsanwalt an, vier Tage später würden die Bilder im Internet veröffentlicht.

Noch bevor dies geschah, wurde einer der Gesuchten laut Mitteilung in einem anderen Zusammenhang festgenommen. Die Bilder der zwölf übrigen wurden am 18. Juli auf der Stapo-Homepage aufgeschaltet. Bisher wurden neun Abgebildete identifiziert. Die Öffentlichkeitsfahndung habe sich damit als erfolgreiches Instrument erwiesen, schreibt die Stapo.