Zürich
Neuer Uni-Rektor will Kommunikation verbessern und Nachwuchs fördern

Der neue Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner, will aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. In seiner am Samstag beginnenden Amtszeit will er sich für eine "offene Kommunikationskultur nach innen und aussen" einsetzen.

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Steht vor einer Herkulesaufgabe: Michael Hengartner in seinem Labor auf dem Campus Irchel der Uni Zürich.

Steht vor einer Herkulesaufgabe: Michael Hengartner in seinem Labor auf dem Campus Irchel der Uni Zürich.

MARC DAHINDEN

Sein Ziel sei es, die "mit den Ereignissen am Medizinhistorischen Institut bekannt gewordenen Organisationsschwächen" zu beheben und so "das Vertrauen von Gesellschaft und Politik in die Abläufe der Universität Zürich" wiederherzustellen, wie die Universität am Freitag mitteilte. Auch den international guten Ruf der Uni will der neue Rektor ausbauen.

"Ich freue mich auf mein neues Amt und bin mir der grossen Verantwortung bewusst, die damit verbunden ist", lässt sich der 47-jährige Molekularbiologe in der Mitteilung zitieren. Hengartner wurde für die Amtsdauer vom 1. August 2014 bis 31. Juli 2018 gewählt.

Weil sein Vorgänger Andreas Fischer im Zuge der "Affäre Mörgeli" im November vorzeitig zurückgetreten war, tritt Hengartner sein Amt jedoch bereits am 1. Februar an. In der Zwischenzeit hatte Prorektor Otfried Jarren die Rektoratsgeschäfte ad interim geführt.

Akademische Karriere soll besser planbar werden

Neben optimalen Bedingungen für die Forschung und Lehre sowie Freiräumen für die Forscherinnen und Forscher legt Michael Hengartner besonderes Gewicht auf die Förderung des akademischen Nachwuchses. Seiner Meinung nach sollen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler früher eigenständig forschen können.

Darüber hinaus soll die akademische Karriere nach Ansicht des neuen Rektors künftig besser planbar werden. Ein weiteres Anliegen ist es, die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie zu verbessern, wie es heisst.

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