Geburtenrekord
Neuer Baby-Trend in Zürich: Lieber drei Kinder statt eins

Sind mehr Kinder wieder im Trend? Das Kantonsspital Winterthur, das Zürcher Universitätsspital sowie die Klinik Hirslanden vermelden einen Geburtenrekord im letzten Jahr.

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Die Tendenz zur drei- oder zwei-Kinder-Familie steigt wieder (Themenbild).

Die Tendenz zur drei- oder zwei-Kinder-Familie steigt wieder (Themenbild).

Keystone

2014 kamen in Hirslanden 1095 Kinder auf die Welt, 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Stadtspital Triemli verzeichnete 2020 Geburten – seit dem Jahr 2010 ist die Geburtenrate um 20 Prozent gestiegen. Die Geburten im Unispital sind gegenüber dem Vorjahr um fast 4 Prozent auf 2912 gestiegen. Und mit 1760 Säuglingen wurden im Winterthurer Kantonsspital so viele Kinder wie seit den 60er-Jahren nicht mehr geboren, wie der «Tages-Anzeiger» mitteilte.

Einerseits würden die Gründe für einen Babyboom im demografischen Wachstum liegen. Andererseits, seien die Frauen der geburtenreichen Jahrgänge 1978 bis 1995 jetzt im gebärfähigen Alter. Die Babyboom-Jahre wiederholen sich, so Roland Zimmermann, Direktor der Klinik für Geburtshilfe am Unispital, zur Zeitung.

Laut Elke Prentl, Chefärztin der Klinik für Geburtshilfe am Kantonsspital Winterthur, liegt der Trend wieder bei zwei oder drei Kindern - dies unabhängig von Bildungsschicht und Nationalität.

Cecilia Röösli, Hebamme in der Klinik Hirslanden, bestätigt eine Zunahme von Zwillingsgeburten, die in Zusammenhang mit dem höheren Durchschnittsalter der werdenden Mütter stehe. Mit den künstlichen Befruchtungen nehme auch die Wahrscheinlichkeit von Zwillingen zu.