Die Schweizer Hochschulen planen einen engere Zusammenarbeit mit dem Iran, berichtet die „Schweiz am Sonntag“. Nach dem Ende der Atom-Sanktionen stehen im Iran die Zeichen auf wirtschaftliche Öffnung. Davon will die Wissenschaft profitieren.

Michael Hengartner, Rektor der Universitöt Zürich, lobt das Niveau der Forschung an der University of Teheran und der technischen Hochschule Scharif. Sie seien die Äquivalente zur Uni Zürich und der ETH. Hengartner hat mit der University of Teheran eine Grundsatzvereinbarung unterschrieben.

Sie soll einen Wissen- und einen Studentenaustausch fördern. «Iranische Studenten haben bei der Unterzeichnung gejubelt», sagt Hengartner zur „Schweiz am Sonntag“. Diese Entwicklung eröffne auch Schweizer Studierenden neue Aussichten. Hengartner hat im Vorfeld seiner Reise mit einigen Forschern gesprochen, die bereits im Iran waren und von den Hochschulen viel Gutes berichtet hätten.

Allerdings weist das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Risiken im Iran hin. «Anschläge können nicht ausgeschlossen werden», heisst es auf der Homepage des EDA. Reisende sollten zudem Menschansammlungen und Demonstrationen jeder Art vermeiden.

Die Sicherheit der Studenten gehe natürlich vor, sagt Hengartner. Abgesehen von den Grenzgebieten zu Afghanistan und dem Irak, würden das Land und insbesondere die Hauptstadt Teheran aber als sicher gelten. Deswegen bleibt Hengartner optimistisch: «Ich freue mich auf einen intensiveren Austausch zwischen Zürich und Teheran.»