Kommunale Abstimmung

Neue Wohnsiedlung dank 64,8 Millionen-Kredit

Auf der Kronenwiese entsteht eine neue Wohnsiedlung.

Auf der Kronenwiese entsteht eine neue Wohnsiedlung.

Auf der Kronenwiese in Zürich-Unterstrass entsteht eine neue städtische Wohnsiedlung. Die Stimmberechtigten haben den Kredit von 64,8 Millionen Franken klar bewilligt. 63322 legten ein Ja in die Urne, 21583 ein Nein.

Die Stimmbeteiligung betrug 39,5 Prozent.

Auf dem 7000 Quadratmeter grossen Kronenwiese-Areal oberhalb des Limmatplatzes werden 99 Wohnungen gebaut. Hinzu kommen ein Doppelkindergarten, ein Hort, eine Kindertagesstätte sowie Gewerbe- und Lagerräume.

Von den Wohnungen wird rund ein Drittel subventioniert. Die übrigen Wohnungen sowie die Gewerberäume werden zu kostendeckenden Ansätzen vermietet.

Die neue Wohnsiedlung soll ökologisch und energetisch eine Vorbildfunktion übernehmen. Sie wird deshalb im Minergie-A-ECO-Standard gebaut.

Aufgrund der citynahen, gut erschlossenen Lage sind nur wenige Besucherparkplätze vorgesehen. In einem nahe gelegenen öffentlichen Parkhaus können Mieter mit Auto günstige Mietverträge für Parkplätze abschliessen.

Der Baustart soll im Sommer 2014 erfolgen, die Erstvermietung der Wohnungen ist auf Ende 2016 vorgesehen.

Abgelehnt wurde die Vorlage von SVP, FDP und Schweizer Demokraten. SVP und FDP stiess vor allem die Lösung der Parkplatzfrage sauer auf. Es werde an den Mobilitätsbedürfnissen von Familien vorbeigebaut, hiess es.

90 Millionen Franken für Schulhaus Blumenfeld

Mit grossem Mehr wurde von den Stadtzürchern auch ein 90-Millionen-Franken-Kredit für ein neues Schulhaus in Zürich-Affoltern bewilligt. 65'087 Stimmberechtigte stimmten der Vorlage zu, 19'076 sagten Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 39,4 Prozent.

Von den 90 Millionen Franken für das Schulhaus Blumenfeld entfallen 78 Millionen Franken auf die Baukosten, 12 Millionen auf das benötigte Land.

Die Schulanlage Blumenfeld mit Dreifachturnhalle wird 15 Primarschulklassen und fünf Kindergärten beherbergen. Dazu kommt ein grosser Betreuungsbereich. Künftig werden rund 440 Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren ihre Schulzeit im Blumenfeld verbringen. Der Baubeginn erfolgt im Sommer. Der Unterricht soll im 2016 starten.

Der Bedarf eines neuen Schulhauses im boomenden Quartier mit fast 25‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern war bei allen Parteien unbestritten. Dennoch hatte das Projekt eine langwierige Vorgeschichte. Viel zu reden gaben insbesondere die hohen Baukosten. SVP und Schweizer Demokraten sprachen sich deshalb gegen den „Öko-Luxusbau" aus.

Die Stadt Zürich rechnet bis 2019/20 mit einem Anstieg der Schülerzahlen um bis zu elf Prozent und plant deshalb gleich mehrere komplett neue Schulanlagen. Die Kosten dafür liegen bei rund einer halben Milliarde Franken.

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