Der Stadtrat sei interessiert daran, konkrete Möglichkeiten vertieft abzuklären, schreibt er in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine SP-Anfrage. Es gelte nun abzuklären, ob die Kombination von Kultur-, Kongress- und Hotelbetrieb rentabel wäre.

Eine erste Studie der Credit Suisse vom Juni 2014 schlug bereits vor, auf dem Areal des Stadttheaters einen dreiteiligen Gebäudekomplex zu bauen, in dem die drei Nutzungen vereint würden. Diese Idee soll nun vertieft werden.

Ein Fragezeichen gibt es insbesondere bei der Frage, in welcher Rechtsform das Theater Winterthur weiterbestehen soll. Fraglich ist auch noch, wie stark überhaupt baulich in das Theater Winterthur eingegriffen werden dürfte. Das Gebäude aus dem Jahr 1979 ist im Inventar der Denkmalpflege. Bei einer Baueingabe müsste also zuerst die Schutzwürdigkeit geprüft werden.

Ohne privaten Investor kein Kongresszentrum

Der Stadtrat betonte in seiner Antwort, dass es für den Bau eines Kultur- und Kongresszentrum zwingend einen privaten Investor bräuchte. Aus finanziellen Gründen sehe sich die Stadt nicht in der Lage, ein solches Vorhaben selber durchzuführen.

Bereits 2009 gab die Stadt eine Studie zum Thema Kongresszentrum in Auftrag. Sie kam zum Schluss, dass Winterthur das Potenzial für mittelgrosse, national ausgerichtete Kongresse hätte.