Zürich
Neue Hanfinitiative: Pop-up-Store an der Langstrasse sammelt Geld für die Legalisierung von Cannabis

Der Zürcher Verein "Legalize It!" unternimmt noch einmal einen Anlauf zur Legalisierung von Cannabis. Mit Unterstützung der CBD-Produzenten wird Geld für eine Initiative gesammelt. Zu diesem Zweck wird ab nächster Woche in einem Pop-up-Store an der Langstrasse legaler Hanf verkauft.

Merken
Drucken
Teilen
Der Zürcher Verein "Legalize It!" sammelt Geld für eine neue Hanfinitiative. (Symbolbild)

Der Zürcher Verein "Legalize It!" sammelt Geld für eine neue Hanfinitiative. (Symbolbild)

Keystone

Der Zürcher Verein "Legalize It!" wagt einen neuen Anlauf, das Kiffen für Erwachsene zu legalisieren. Die Bundeskanzlei hat den Initiativtext abgesegnet. Zehn Jahre nach dem Volks-Nein haben fast 19'000 Menschen rund 102'000 Franken für die Neuauflage der Hanfinitiative gespendet.

Unterstützung erhält der Verein von den CBD-Produzenten, wie der "Tages-Anzeiger" schreibt. Bei CBD handelt es sich um legalen Hanf, der kein oder nur sehr wenig THC enthält und deshalb legal ist. Ab dem 8. Januar können nun in einem Pop-up-Store an der Langstrasse während vier Monaten Initiativ-Säckli mit CBD-Hanf ab 10 Gramm gekauft werden. Der Erlös kommt vollständig der Volksinitiative zugute.

Artikel 105 der Bundesverfassung soll ergänzt werden

Für Nino Forrer, Pressesprecher von "Legalize It!", sind die Spenden und die Verkaufsaktion ein grosser Vertrauensbeweis. "Die Leute wollen Resultate sehen, und diese müssen wir auch liefern", sagt er gegenüber der Zeitung.

Die Initiative will Artikel 105 der Bundesverfassung ergänzen. "Der Konsum von Stoffen und Präparanten des Wirkungstyps Cannabis sowie die Vorbereitung zum eigenen Konsum sind straffrei", soll ein neuer Zusatz lauten, wie es im Bericht heisst. Zudem soll der gemeinschaftliche Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf legalisiert werden. Der Bund würde Vorschriften für Anbau, Herstellung und Handel erlassen und Verbrauchssteuern erheben. Die Abgabe an Minderjährige soll auf jeden Fall verboten bleiben. "Das Verbot von Cannabis ist aus sozialer Perspektive falsch, aus juristischer Perspektive unrecht und aus ökonomischer Perspektive schlicht dumm", ist sich Forrer sicher.