Immer mehr Patientinnen und Patienten werden ambulant behandelt. Das ist auch politisch gewollt. Nun eröffnet das Zürcher Stadtspital Waid eine neue chirurgische Tagesklinik mit acht Liegeplätzen.

Im Gegenzug werde die Anzahl stationärer Betten reduziert, teilte die Stadt am Freitag mit. Durch die neue Organisation könnten die Mitarbeitenden effizienter eingesetzt und gleichzeitig der Aufenthalt der ambulanten Patientinnen und Patienten angenehmer gestaltet werden. So führten die neuen Abläufe beispielsweise zu kürzeren Wartezeiten.

Die Eröffnung der Tagesklinik ist Teil eines ganzen Massnahmenpakets, mit dem das Stadtspital auf die laufenden Veränderungen im Gesundheitswesen reagiert. Unter anderem soll im Laufe des Jahres in der Medizinischen Klinik die ambulante Diagnostik gestärkt werden.

14 Eingriffe nur noch ambulant

Der Kanton hat zum 1. Januar eine Liste mit 14 Eingriffen eingeführt, die nur noch ambulant vorgenommen werden sollen. Dazu gehören etwa Herzkatheteruntersuchungen, Schrittmacherimplantationen, Eingriffe bei Krampfadern, Hämorrhoiden und Leistenbrüchen oder die Zertrümmerung von Nierensteinen.

Führen Spitäler diese Operationen trotzdem stationär durch, beteiligt sich der Kanton nicht mehr an den Kosten. Nach Schätzungen der Gesundheitsdirektion werden damit in einem ersten Schritt rund 3400 bisher stationär durchgeführte Eingriffe ambulant erfolgen.

Jährlich will der Kanton so fast 10 Millionen Franken einsparen. Diese Einsparung kommt aber nicht nur deshalb zustande, weil ambulante Eingriffe günstiger sind, sondern auch weil diese ausschliesslich von den Krankenkassen bezahlt werden.