101 Meter lang und 3,5 Meter breit – mit diesen Dimensionen wird die geplante Brücke über die Autobahn bei Opfikon schon von weitem auffallen. Wie Roland Stadler, Leiter Bau und Infrastruktur der Stadt Opfikon, auf Anfrage erklärte, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen, bis das Bauwerk steht. «Als Nächstes muss der Opfiker Gemeinderat Ende 2014 oder Anfang 2015 über den Nettokredit von 2,744 Millionen Franken bestimmen», sagt er.

Im Stadtratsbericht von Ende April wurden die Baukosten noch mit rund 1,5 Millionen Franken angegeben. «Damals war man noch von einer kürzeren Brücke ausgegangen», stellt Stadler klar. Der Zugang auf der Seite des Glattparks wurde auf den bestehenden Erdwall verlagert. Dies hat zur Konsequenz, dass ein Einschnitt in der Betonwand des Lärmschutzwalles nötig wird.

Auf der anderen Seite soll die Anbindung im Quartier Fall-/Böschenwiesen durch eine Geländeaufschüttung erfolgen. Der Höhenunterschied zum gewachsenen Terrain werde mit drei oder vier Wegkehren überwunden. Wie Roland Stadler erklärt, seien allein für diese aufwendigen Arbeiten 600 000 Franken vorgesehen.

Stadler hofft, dass bis Ende 2014 definitiv bekannt sein wird, ob sich der Bund am Projekt beteiligt. Im Agglomerationsprogramm des Kantons Zürich der 2. Generation ist die Brücke als unterstützungswürdig in der A-Liste zu finden. Nimmt die Brücke all diese Hürden, könnte sie bis 2016 realisiert werden.

Beim geplanten Übergang soll die Variante einer Schrägseilbrücke gewählt werden. Wie es in der Medienmitteilung des Opfiker Stadtrats heisst, ermögliche die Ausbildung des Tragwerks als seilverspannte Konstruktion eine stützenfreie Überquerung der Nationalstrasse. Der zur Nationalstrasse hin geneigte Pylon wird zusätzlich mit einer seitlich angeordneten Rahmenkonstruktion bis zum rückwärtigen Pfeiler zurückgebunden.