Winterthur
Neue Asylunterkunft: altes Busdepot Deutweg wird umfunktioniert

Das alte Busdepot Deutweg in Winterthur wird zur Asylunterkunft. Ab Juni ziehen insgesamt 100 Asylsuchende - Familien und Einzelpersonen - in die Hallen. Die Zwischennutzung als Asylunterkunft ist befristet bis zum Baubeginn der Wohnsiedlung auf dem Areal.

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Im Busdepot Deutweg sollen wie in der Kirche Rosenberg Holzhäuschen aufgestellt werden.

Im Busdepot Deutweg sollen wie in der Kirche Rosenberg Holzhäuschen aufgestellt werden.

Keystone

Unweit des Busdepots Deutweg befindet sich seit Anfang Dezember in der Zivilschutzanlage Mattenbach ein kantonales Durchgangszentrum für Asylsuchende. Der Kanton Zürich will dieses Ende Mai schliessen. Auf diesen Zeitpunkt muss die Stadt Winterthur deshalb 100 zusätzliche Plätze für Asylsuchende zur Verfügung stellen.

Diese Plätze werden nun im alten Busdepot Deutweg geschaffen, wie das Departement Soziales am Freitag mitteilte. Aufgestellt werden in den Hallen mit Tageslicht dieselben Holzhäuschen wie in der Winterthurer Kirche Rosenberg. Damit sei die Unterkunft für Familien und Einzelpersonen geeignet. Viele der Asylsuchenden werden voraussichtlich in der Schweiz bleiben können.

Maximal 300 Plätze möglich

Die Asylunterkunft kann gemäss Mitteilung mit einigen baulichen Anpassungen realisiert werden. Aus Brandschutzgründen ist etwa eine Trennwand nötig. Die Wände werden gereinigt und gestrichen, die Böden abgedeckt. Aufgestellt werden Dusch-, WC- und Küchencontainer.

Die Ausgaben für die baulichen Investitionen können in der Regel über kantonale Beiträge refinanziert werden. Zudem sei mit Kosten für Betreuung, Fallführung und Schulung der Kinder zu rechnen.

Vorerst wird die Unterkunft für 100 Personen in Betrieb genommen. Würde der Kanton die Aufnahmequote für die Gemeinden erneut erhöhen, könnte die Unterkunft auf maximal 300 Plätze erweitert werden. Die Asylunterkunft ist befristet bis zum Baubeginn der neuen genossenschaftlichen Wohnsiedlung auf dem Areal.