Fluglärm

Neue Allianz im Ballungsgebiet südlich des Flughafens Zürich

Neue Allianz im Ballungsgebiet südlich des Flughafens Zürich. (Symbolbild)

Neue Allianz im Ballungsgebiet südlich des Flughafens Zürich. (Symbolbild)

Keine Südstarts geradeaus am Flughafen Zürich und keine zivile Nutzung auf dem Militärflugplatz Dübendorf: Das sind zwei Anliegen der «Allianz Ballungsraum Flughafen Süd», die am Montag in Glattbrugg aus der Taufe gehoben wurde.

Zur neuen Allianz zusammengeschlossen haben sich die Stadt Zürich, Dietlikon, Dübendorf, Opfikon, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen.

Gemeinsam wollen sie sich für den Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Auswirkungen des Flugbetriebs im "deutlich dichtest besiedelten Gebiet" um den Flughafen einsetzen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Im Süden des Flughafens lebten über eine halbe Million Menschen, und hier seien auch viele national und international tätige Unternehmen angesiedelt, die Arbeitsplätze schafften und zu einer starken Wirtschaftsregion beitrügen.

Die Bevölkerung in diesem Ballungsraum trage bereits heute einen "fairen Anteil" am gesamten Fluglärm, hält die Allianz fest.

27 Prozent der gemäss Zürcher Fluglärmindex (ZFI) von Fluglärm betroffenen Bevölkerung lebe im Süden des Flughafens Zürich.

Für eine nachhaltige Weiterentwicklung

Die "Allianz Ballungsraum Flughafen Süd" anerkennt ausdrücklich die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region Zürich und die gesamte Schweiz.

Sie will sich deshalb dafür einsetzen, dass sich der Flughafen "möglichst nachhaltig weiter entwickeln kann". Dabei soll jedoch die Bevölkerung durch den Flugbetrieb möglichst wenig belastet werden.

Die Erweiterung des Ostkonzepts durch neue Rollwege und Pistenverlängerungen soll als Massnahme zur Erhöhung der Sicherheit möglich bleiben.

Der Pistenausbau dürfe jedoch nicht der Kapazitätserhöhung dienen, heisst es im Positionspapier.

Weiter fordert die Allianz, dass der Flugbetrieb in der Region als Gesamtsystem betrachtet wird.

Sie lehnt deshalb eine zivile Nutzung auf dem Flugplatz Dübendorf ebenso ab wie einen Ausbau der Südstarts sowie "Südstarts geradeaus" am Flughafen Zürich ab.

Ebenfalls nichts wissen will die Allianz von einer weiteren Verschiebung von Kompetenzen an die Bundesbehörden.

Die Verfahren müssten transparent sein und die Mitsprache des Kantons Zürich müsse gewahrt bleiben.

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