Die Neuausschreibung der Plakatstellen im vergangenen Sommer hat für die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) äusserst angenehmen Folgen: Die Einnahmen verdoppeln sich ab 2017 von 5,5 auf 11 Millionen Franken. Möglich wird dies dank der geschickten Aufteilung in so genannte Lose.

Die VBZ verfügen auf Zürcher Stadtgebiet über insgesamt 1200 Plakatstellen. Diese befinden sich bei Bus- und Tramhaltestellen sowie bei den Depots und Garagen. Laut VBZ stehen die Werbeflächen an den "attraktivsten, überdurchschnittlich gut frequentierten Plätzen und entlang der meistbefahrenen Strassen" der Stadt.

Ziel der seit längerem geplanten öffentlichen Ausschreibung war es, unter den Plakatvermarktern mehr Wettbewerb zu schaffen und die Einnahmen aus der Plakatwerbung zu erhöhen. Dies ist den VBZ nun offensichtlich gelungen.

Das neue Ausschreibungskonzept komme dank einer sinnvollen Aufteilung in Lose den Vermarktern und Werbetreibenden gleichermassen entgegen, teilten die VBZ am Montag mit. Bisher seien Plakatstellen in der Regel nach geografischen oder zufälliger Zuteilung angeboten worden.

Einnahmen entlasten ZVV-BudgetNeu werden die 1200 Werbeflächen zum grössten Teil von der Firma Clear Channel vermarktet. Sie hat für die meisten Lose das höchste Gebot abgegeben und damit den Zuschlag erhalten. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG), welche bislang die meisten Werbeflächen bewirtschaftet hat, übernimmt dagegen nur noch einen kleinen Teil des Angebots.

Die zusätzlichen Mittel kommen laut VBZ vollumfänglich dem öffentlichen Verkehr und den beteiligten Partnern zugute. Sie fliessen über die VBZ-Rechnung dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) zu, dessen Budget dadurch entlastet wird. Davon profitierten letztlich sowohl die ÖV-Kunden als auch die Steuerzahler, schreiben die VBZ.