Film
Neu auch Testkäufe für DVDs, Video- und Computerspiele

Im Kanton Zürich soll es künftig für Trägermedien wie DVDs, Video- und Computerspiele verbindliche Altersfreigaben geben.

Merken
Drucken
Teilen
Neu auch Testkäufe für DVDs, Video- und Computerspiele. (Symbolbild)

Neu auch Testkäufe für DVDs, Video- und Computerspiele. (Symbolbild)

Keystone

Der Regierungsrat will die Einhaltung ähnlich wie beim Alkohol oder Tabak mit Testkäufen kontrollieren lassen.

Im kantonalen Filmgesetz aus dem Jahr 1971 wird nur das Zutrittsalter für öffentliche Filmvorführungen, aber nicht für Trägermedien geregelt. Weiter waren bis Ende 2012 die Kantone zuständig für die Bestimmung des Zutrittsalter zu Kinofilmen.

Seit dem 1. Januar 2013 gibt die Schweizerische Kommission für Jugendschutz im Film Empfehlungen für öffentliche Filmvorführungen und für Filme auf Trägermedien ab.

Diese Empfehlungen soll auch der Kanton Zürich als verbindlich erklären können, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte.

Gleichzeitig will der Regierungsrat das bestehende Gesetz auch auf Video- und Computerspiele ausweiten.

Er hat deshalb ein neues Gesetz über den Jugendschutz bei öffentlichen Filmvorführungen und Trägermedien in die Vernehmlassung geschickt.

Mehraufwand wegen Testkäufen

Die Branchenverbänden in den Bereichen Filme und Spiele hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten intensiv mit dem Thema Jugendschutz befasst und Vereinbarungen zur Selbstregulierung ausgearbeitet, heisst es weiter.

Solche Schutzregeln der Branchen sollen auch im Kanton Zürich verbindlich erklärt werden können.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass bestehende und bereits etablierte Alterseinstufungssystem im Kanon Zürich eingesetzt werden.

Die Einhaltung der Altersfreigaben im Handel soll ähnlich wie beim Alkohol und Tabak mittels Testkäufen kontrolliert werden.

Vor allem diese Kontrollen würden für den Kanton zu einem Mehraufwand führen. Hingegen müssten die Filmverleiher deutlich weniger Filmvisionierungen beantragen und würden so finanziell entlastet, heisst es weiter.

Bei den Trägermedien würden die vorgesehen Regelungen zu einem Mehraufwand bei denjenigen Herstellern und Händlern führen, die keiner Selbstregulierung angeschlossen seien. Davon dürften im Kanton Zürich allerdings nur wenige Unternehmen betroffen sein.