Tiere
Naturschutzprojekt in Australien: Der Zoo Zürich schützt neu Tasmanische Teufel

Der Zoo Zürich engagiert sich neu an einem Naturschutzprojekt in Australien. Dabei geht es um den Schutz von sechs vom Aussterben bedrohter Beuteltiere - insbesondere um den Beutelteufel, auch bekannt als Tasmanischer Teufel.

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Der Beutelteufel, auch bekannt als Tasmanischer Teufel, ist vom Aussterben bedroht.

Der Beutelteufel, auch bekannt als Tasmanischer Teufel, ist vom Aussterben bedroht.

Keystone

Das Projekt, das im Hinblick auf die Eröffnung der neuen Australienanlage von Ende März erfolgt, beinhaltet eine Zusammenarbeit mit dem Australian Reptile Park im Norden von Sydney, wie der Zoo am Montag mitteilte. Es ist das achte Naturschutzprojekt, für das sich der Zoo Zürich engagiert.

Ein weiteres Projekt befasst sich mit den Orang-Utans in Sumatra: Illegal gefangene oder als Haustiere gehaltene Orang-Utans werden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Paneco in einer Auffangstation medizinisch versorgt, bevor sie in eine Auswilderungsstation kommen. Im vergangenen Jahr haben zwei wieder ausgewilderte Tiere erstmals Junge geboren, wie es weiter heisst.

Zudem konnte der Antartic Research Trust ART mit Unterstützung des Zoos auf einer von ihm gekauften, 300 Hektar grossen Falkland-Insel ein Haus für Forschungsarbeiten aufbauen. ART setzt sich für den Schutz der Lebensräume von Pinguinen in der Antarktis ein und erforscht die Tiere.

1,6 Millionen Franken für den Naturschutz

Zu den weiteren Naturschutzprojekte, die der Zoo im Jahr 2017 unterstützt hat, gehören eine Zuchtstation für Amphibien im Cali Zoo in Kolumbien, der Masoala Nationalpark in Madagskar, das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia, die Stiftung Fledermausschutz in der Schweiz sowie Projekte im Umfeld des Kaeng Krachan Nationalparks in Thailand.

Insgesamt konnte der Zoo Zürich im vergangenen Jahr über 1,6 Millionen Franken in seine Naturschutzprojekte investieren. Der Naturschutzfonds, über den die ausgeschütteten Gelder fliessen, wird durch zwei Prozent des Umsatzes der Zoorestaurants und -shops sowie von Einzelpersonen, Stiftungen und Organisationen gespiesen. Gelder aus dem Betriebsbudget fliessen keine.