Stadtpolizei Zürich
Nationalität von Kriminellen soll genannt werden: Zürcher SVP lanciert Initiative

Die Polizeikorps im Kanton Zürich sollen in ihren Medienmitteilungen die Nationalitäten der mutmasslichen Täter nennen: Die Parteileitung der kantonalen SVP hat entschieden, eine entsprechende Volksinitiative zu lancieren.

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Der Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff hatte angekündigt, dass die Stadtpolizei die Herkunft von Tätern nicht mehr nennt. Der SVP stösst dies sauer auf.

Der Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff hatte angekündigt, dass die Stadtpolizei die Herkunft von Tätern nicht mehr nennt. Der SVP stösst dies sauer auf.

Pixabay

Der Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) hatte in der vergangenen Woche als Reaktion auf ein überwiesenes Postulat angekündigt, dass die Stadtpolizei ab sofort die Herkunft der Täter nicht mehr automatisch mitteilt. Auf Nachfrage von Medienschaffenden gibt sie die Nationalität aber bekannt.

Die Parteileitung der SVP des Kantons Zürich hält dies für eine Zensurpolitik: "Während die Mehrheit des Schweizer Volkes kriminelle Ausländer ausschaffen will, versucht die Stadt Zürich nun der Ausländerkriminalität mit Faktenvertuschung Herr zu werden", schreibt sie in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Im Januar 2018 will die Partei nun die Unterschriftensammlung für eine kantonale Volksinitiative starten. Sie fordert mit diesem Vorstoss, dass in den Meldungen der Polizei die Nationalität von Tätern und Tatverdächtigen zu nennen ist.