Die vom Stadtrat beschossenen Nachträge zum Budget 2014 belasten die Laufende Rechnung mit 17,8 Millionen Franken. Bei einem Aufwand von 8,456 Milliarden Franken steigt der Aufwandüberschuss von 213,8 Millionen auf 231,6 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen erhöhen sich um 0,7 Millionen Franken auf 980,3 Millionen Franken.

Verzichtet werden kann in der Investitionsrechnung nach dem Nein der Stadtzürcher Stimmberechtigten zum Neubau des Stadions Hardturm auf 9,5 Millionen Franken. Davon waren 6,7 Millionen Franken für die Aktivierung der aufgelaufenen Projektierungskosten geplant, die zu einer entsprechenden Rückerstattung zugunsten der Laufenden Rechnung geführt hätten. Dieser budgetierte Ertrag in der Laufenden Rechnung fällt nun weg.

Beim Schulamt wird aufgrund der jüngsten Hochrechnung mit einem Bedarf an zusätzlichen Lehrpersonen gerechnet. Zudem habe sich gezeigt, dass die gemäss den kantonalen Richtlinien budgetierten Rotationsgewinne nicht eintreten werden.

Die Entschädigungen an den Kanton für Löhne der Lehrkräfte dürften damit um insgesamt 6,9 Millionen Franken höher ausfallen. Mehrausgaben von 6,2 Millionen Franken resultieren zudem aufgrund der von der Bildungsdirektion im September verfügten Versorgertaxen in Sonderschulen, Schulheimen, Kinder- und Jugendheimen sowie Spitalschulen.
Kleinkinderbetreuung: Mehr Anspruchsberechtigte

Zu Mehrausgaben führen auch die vom Kanton erhöhten Einkommens- und Vermögensgrenzen für den Anspruch auf Beiträge für die Betreuung von Kleinkindern. Bis zu 60 Prozent aller Eltern mit Kleinkindern werden damit laut Stadtrat anspruchsberechtigt. Der städtische Beitrag für die Betreuung von Kleinkindern steigt damit um 3,1 Millionen Franken.

Diesen Mehrkosten stehen höhere Erträge aus den Kostgeldern und Taxen für familienergänzende Kinderbetreuung von 5,6 Millionen Franken gegenüber. Die Anpassungen mit Tariferhöhung und Senkung des Grenzbetrages hatte der Gemeinderat im September vorgenommen.

Zusätzliche Investitionen

Die trotz abgelehntem Hardturmstadion um 0,7 Millionen Franken höhere Investitionsrechnung begründet der Stadtrat mit zusätzlichen Investitionen. Dabei geht es einerseits um die Museumsliegenschaft «Kulturama» an der Englischviertelstrasse. Der Übertrag ins Verwaltungsvermögen schlägt mit 2,6 Millionen und der geplante Ausbau mit 0,9 Millionen Franken zu Buche.

Andererseits wirken sich laut Stadtrat der höhere Bedarf für die Instandsetzung des Hauptgebäudes des Stadtspitals Triemli mit 2 Millionen Franken und der Neubau des Wärmespeichers für die Fernwärme mit 4,8 Millionen Franken in der Investitionsrechnung aus.