In der Stadt Zürich gibt es Strassen in Wohnquartieren, die mit einem Nachtfahrverbot belegt sind. Über 70 Barrieren und Poller schützten in der Vergangenheit diese Strassen vor Verkehr während der Nacht.

Diese von Hand bedienten Barrieren kosteten die Stadt Zürich aber jährlich über eine Million Franken. Der Gemeinderat stimmte in den Voranschlägen 2015 und 2016 deshalb einer Budgetkürzung zu, die einen halbjährigen Versuch ohne Betrieb der Barrieren vorsah.

Nach der Versuchsphase hiess es in einer Bilanz im April 2016, dass "erwartungsgemäss mehr Verkehr festzustellen war". Das sei zwar unerfreulich - die Zahl dieser Fahrten sei aber in einem moderaten Bereich. Die Stadt Zürich entschied deshalb, die bedienten Barrieren abzuschaffen. Damit die unverändert geltenden Verkehrsregimes eingehalten werden, setzte sie auf flankierende Massnahmen.

Gegen den Entscheid der Stadt wehrte sich unter anderem der Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat. Grüne und CVP reichten zudem ein Postulat ein, in dem sie vom Stadtrat ein neues, differenziertes Konzept forderten.

Ziel sei, dass in den Kreisen 1, 4 und 5 das Nachtfahrverbot wieder wirksam durchgesetzt werde. Neben nicht bedienten Sperrvorrichtungen soll auch der Einsatz von Pollern mit Zugangsberechtigungen geprüft werden.

Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) wollte das Postulat nicht entgegennehmen: Es brauche kein neues, differenziertes Konzept, da es dieses bereits gebe. Der Gemeinderat überwies das Postulat in seiner Sitzung vom Mittwoch schliesslich trotzdem mit 79 Ja- gegen 40 Nein-Stimmen von FDP und SVP.