Entsorgung und Recycling Zürich
Nachfolger von Urs Pauli: Trotz 139 Bewerbungen findet Leutenegger keinen neuen ERZ-Direktor

Trotz 139 Bewerbungen konnte Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger bisher keinen Nachfolger für den geschassten Urs Pauli finden. Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) steht somit weiterhin ohne neuen Direktor da.

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Urs Pauli wurde im Juni 2017 vom Zürcher Stadtrat als ERZ-Chef fristlos entlassen.

Urs Pauli wurde im Juni 2017 vom Zürcher Stadtrat als ERZ-Chef fristlos entlassen.

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Im Sommer wurde Urs Pauli fristlos entlassen. Der ehemalige Direktor von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) scheiterte am Balanceakt zwischen privatem Unternehmertum und Verwaltungsposten, der das Amt mit sich bringt. Seither ist der Vorsteher des Tiefbauamtes, Filippo Leutenegger (FDP), auf der Suche nach einem Nachfolger für Pauli. Doch diese gestaltet sich schwierig, wie die "NZZ" berichtet.

Obwohl es eigentlich genügend Bewerber gäbe, wurde die Stelle bisher nicht neu besetzt. In einem halben Jahr beschäftigte man sich mit 139 Bewerbungen, konnte aber keinen neuen Direktor präsentieren. Gemäss Leutenegger hätten Kandidaten, die das richtige Profil mitbrachten, aus privaten Gründen abgesagt. Andere schreckte "die politische Dimension des Direktionspostens" ab. Hinzu kommt die bereits erwähnte Zwitterform zwischen Privatunternehmen und Verwaltung.

Leutenegger muss mit der Nachfolgersuche wieder von vorne beginnen. Interimsdirektor Peter Wiederkehr muss also noch für einige Zeit länger die Geschicke von ERZ leiten.

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