Zürich

Nachdem er auf Twitter Fragwürdiges zu Kranken und Alten postete: FDP-Politiker tritt aus Partei aus

Ein FDP-Politiker postete einen menschenverachtenden Tweet und sieht sich danach mit Konsequenzen konfrontiert. (Archivbild)

Ein FDP-Politiker postete einen menschenverachtenden Tweet und sieht sich danach mit Konsequenzen konfrontiert. (Archivbild)

Ein FDP-Schulpolitiker hat einen menschenverachtenden Post auf Twitter abgesetzt. Nun folgen Konsequenzen.

Wenige Tage nach Jahresbeginn machte ein FDP-Politiker der Stadt Zürich durch einen Tweet negative Schlagzeilen: Seiner Meinung nach gäbe es auf der Welt zu viele Übergewichtige, Betagte und Kranke. Sinnentsprechend sah er hierbei Corona als eine Antwort auf dieses Problem. Die Reaktion liess nicht lange auf sich warten: Der Politiker, ein Mitglied der Schulbehörde, erntete sogleich Entrüstung. Der Präsident der stadtzürcher FDP forderte einen Rücktritt aus der Kreisschulbehörde. Als Reaktion entschuldigte sich der Politiker und löschte den Tweet.

Wie der Präsident der FDP Stadt Zürich dem «Tages-Anzeiger» mitteilt, hat der Mann von sich aus Konsequenzen gezogen: «Er ist letzte Woche aus der Partei ausgetreten.» Dies bestätigt der Schulpolitiker ebenfalls. Weiter sei er auch als Präsident einer Aufsichtskommission in der Kreisschulbehörde zurückgetreten. Ob er komplett aus der Kreisschulbehörde austreten würde, sagte der Politiker, welcher bis vor zwei Jahren SVP-Mitglied war, nicht.

Den Rücktritt müsse er gemäss Kreisschulbehörde beim Bezirksrat einreichen. Andernfalls würde er als gewähltes Mitglied bis zum Ablauf der Legislatur, bis Juli 2022, in der Behörde bleiben. Man habe ihn allerdings von all seinen Aufgaben entbunden, «soweit es die gesetzlichen Bestimmungen erlaubten». Die einzige Berechtigung, welche er noch habe, sei, an den drei Plenarversammlungen der Behörde teilzunehmen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1