Kantonsratswahlen

Nach Wahlfälschungs-Vorwurf: SVP-Kandidat Locher nicht gewählt

Stefan Locher hat sich für seine umstrittene Wahlhilfe entschuldigt.

Stefan Locher hat sich für seine umstrittene Wahlhilfe entschuldigt.

Der Zürcher SVP-Kandidat Stefan Locher, dem Wahlfälschung vorgeworfen wurde, hat den Sprung in den Kantonsrat nicht geschafft. Dies liegt aber nicht zwingend an seinen Wahlkampfmethoden, sondern vor allem daran, dass die SVP in den traditionell rot-grünen Kreisen 4 und 5 nur wenige Stimmen holte. Nur 609 Zürcherinnen und Zürcher wollten den Augenarzt im Parlament sehen.

Landesweit für Schlagzeilen sorgte Locher, weil er auf einen Telefonscherz des Online-Magazins "Izzy" hereinfiel. Ein "Izzy"-Mitarbeiter gab sich am Telefon als älterer SVP-Wähler aus dem "Chreis Cheib" aus. Locher gab diesem Anrufer genaue Anweisungen, wie der Wahlzettel auszufüllen sei.

Zudem hielt Locher den vermeintlichen "Herrn Plüss" nicht davon ab, auch gleich die Wahlzettel von Ehefrau und Sohn auszufüllen. Man müsse da einfach mit der Unterschrift etwas variieren, riet Locher.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft leitete daraufhin eine Vorermittlung ein. Ob es zu einem Strafverfahren kommt, ist aber noch unklar. Die SVP stellte klar, dass solche "Wahlhilfen" nicht toleriert würden. Locher musste sich öffentlich an einer Medienkonferenz entschuldigen. Die Partei hielt aber zu ihm.

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