Die Eigentalstrasse führt mitten durch ein Naturschutzgebiet - insbesondere Amphibien überqueren die Strasse auf ihrer Laichwanderung. Von Naturschutzseite wurde deshalb die Sperrung der von Schlaglöchern übersäten Strasse gefordert, Anwohner und Nutzer der Verbindung verlangten deren Sanierung.

Die Gemeinden Nürensdorf und Oberembrach, welche die Eigentalstrasse verbindet, sowie die Stadt Kloten, auf deren Gebiet die Strasse ebenfalls liegt, hatten einen "Runden Tisch" mit verschiedenen kantonalen Ämtern und Interessengruppen initiiert.

Das Ergebnis, das an diesem Tisch erarbeitet wurde, kann nun umgesetzt werden: Es sind keine Rekurse dagegen eingereicht worden, wie die drei Gemeinden am Dienstag mitteilten. Das Konzept sieht die Sanierung und Wiedereröffnung der Strasse sowie für den Naturschutz die Einführung von drei Sperrperioden vor.

Für die Frühlingswanderung der Amphibien wird die Eigentalstrasse je nach Witterung zwischen Mitte Februar und Mitte April während vier bis sechs Wochen jeweils von 18 bis 8 Uhr gesperrt. Im Herbst wird sie in den Monaten Oktober und November während maximal 30 geeigneten Nächten gesperrt (19 bis 7 Uhr). Im Sommer wird zudem jeweils vom 1. Juni bis 31. Juli eine Totalsperrung angeordnet.

Um die Beeinträchtigung der Naturschutzgebiete weiter zu reduzieren, wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 60 verringert und ein Lastwagenfahrverbot signalisiert.

Die Belagssanierung sowie die Installation der neuen Signalisation und Überwachungskameras starten gemäss Mitteilung im Mai. Die Eröffnung der Eigentalstrasse ist für den 2. August vorgesehen.

Diese Wiedereröffnung nach vier Jahren Sperrung ist nicht von Dauer: In zehn Jahren soll die Eigentalstrasse für den motorisierten Verkehr definitiv geschlossen werden. Auf ihrem Trassee wird 2027 gemäss Konzept eine Radwegverbindung erstellt.