Zürich-Witikon
Nach toten Hunden im Limmattal: Auch in Zürich vergiftetes Futter gefunden

In Zürich-Witikon haben Unbekannte mit Schlafmittel versetztes Hundefutter ausgestreut. Ein Hund musste bereits zum Tierarzt gebracht werden, nachdem er vom vergifteten Hunderfutter gefressen hatte.

Florian Schmitz
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Der Hundehalter entdeckte das vergiftete Hundefutter am Wegesrand.
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Vergiftetes Hundefutter in Zürich-Witikon gefunden
Der Segetenweg ist ein beliebter Spazierweg für Hündeler.

Der Hundehalter entdeckte das vergiftete Hundefutter am Wegesrand.

Stadtpolizei Zürich

Nachdem eine Hundehalter sich bei der Polizei meldete, rückten die Diensthundeführerinnen der Stadtpolizei aus. Am Segetenweg bei einem Robidog-Sammelbehälter trafen sie auf ausgestreutes Hundetrockenfutter, das mit weissem unbekannten Pulver vermischt worden war.

Weitere Abklärungen ergaben, dass kurz zuvor der Hund einer Hundehalterin bei einem Spaziergang vom ausgestreuten Trockenfutter sowie dem Pulver gefressen hatte. Innert Minuten begann der Hund sich eigenartig und aggressiv zu verhalten, woraufhin die Halterin das Tier unverzüglich zum Tierarzt brachte. Nach erfolgreicher medizinischer Versorgung konnte die Frau mit ihrem Vierbeiner wieder nach Hause.

Schlafmittel im Hundefutter

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag. Folgende Untersuchungen des sichergestellten Hundefutters am forensischen Institut Zürich ergaben, dass es sich beim Pulver um ein Schlafmittel handelt.

Dieses kann bei Hunden zu Vergiftungen führen und Schläfrigkeit oder Bewegungsstörungen hervorrufen. Bei grösseren Mengen ist die Gefahr für die Tiere aber höher und kann sogar zum Tod führen. Die Stadtpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen. Personen, die in den letzten Tagen am Segetenweg in Zürich-Witikon, in unmittelbarer Nähe der Carl-Spitteler-Strasse und der Steinbrüchelstrasse, verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117, zu melden.

Wachsamkeit und schnelle Reaktion

Inzwischen sollen Hundehalter ihre Vierbeiner bei Spaziergängen wachsam im Auge behalten. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, dass sie keine unbekannten Gegenstände und ausgestreutes Futter aufnehmen. Falls dies trotzdem geschieht und sich das Tier plötzlich ungewöhnlich verhält, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Symptome, die auf eine mögliche Vergiftung deuten könnten sind unter anderem Erbrechen, Durchfall, Schwächeanfälle, Zittern und Krämpfe.

Bereits vor einem Monat haben fünf mysteriöse Todesfälle in der Region um Spreitenbach AG Hundehalter im Kanton Zürich in Aufregung versetzt. Untersuchungen deuten zumindest bei zwei der verstorbenen Hunde auf einen Giftköder hin, aber der Fall bleibt bis heute ungeklärt.