Unispital Zürich
Nach sexuellen Übergriffen: Patientenbroschüre geht neu darauf ein

In der Patientenbroschüre des Zürcher Universitätsspitals (USZ) findet sich neu ein Passus zum Thema sexuelle Übergriffe. Und auch in der Mitarbeiter-Zeitung wird das Thema behandelt.

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Nachdem ein Anästhesiepfleger beschuldigt wurde, sich nach Operationen im Aufwachraum immer wieder an Frauen vergangen zu haben, meldeten sich weitere Opfer. (Symbolbild)

Nachdem ein Anästhesiepfleger beschuldigt wurde, sich nach Operationen im Aufwachraum immer wieder an Frauen vergangen zu haben, meldeten sich weitere Opfer. (Symbolbild)

Keystone

USZ-Kommunikationschef Gregor Lüthy bestätigte am Montag eine Meldung der "Neuen Zürcher Zeitung" ("NZZ"), wonach weitere Massnahmen in Bearbeitung sind. Zu Grunde liegt ihnen eine Administrativuntersuchung des USZ nach Bekanntwerden von mutmasslichen sexuellen Übergriffen. Künftige Fälle sollen damit verhindert werden. Über die Massnahmen werde letztlich der Spitalrat entscheiden.

Die Ergebnisse der Administrativuntersuchung liegen laut Lüthy bereits vor. Mit der Veröffentlichung warte man aber die Ergebnisse des hängigen Strafverfahrens gegen den beschuldigten Anästhesiepfleger ab.

Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, sich nach Operationen im Aufwachraum immer wieder an Frauen vergangen zu haben, bevor sie aus der Narkose erwachten. Eine der Frauen hatte Anzeige erstattet. Der Pfleger wurde umgehend freigestellt. Mitte September 2011 wurde er verhaftet. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Im Laufe der Untersuchungen meldeten sich weitere Opfer.

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