Lichtpflicht
Nach Schonfrist hagelts Bussen für das Fahren ohne Licht

Die Schonzeit ist vorbei. Seit einigen Wochen erhalten Autolenker, die tagsüber ohne Licht unterwegs sind, eine Busse in der Höhe von 40 Franken. Die meisten Fahrer haben sich aber bereits an die neue Regelung gewöhnt.

Caroline Bossert
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Bisher zeigte die Polizei viel Kulanz, doch in den letzten Wochen häuften sich Bussen für Autfahrer, die ohne Licht unterwegs waren. (Symbolbild)

Bisher zeigte die Polizei viel Kulanz, doch in den letzten Wochen häuften sich Bussen für Autfahrer, die ohne Licht unterwegs waren. (Symbolbild)

Keystone

Seit dem 1. Januar müssen an Autos und Motorrädern auch tagsüber die Lichter eingeschaltet sein. Dies hat der Bund im Rahmen des zweiten Massnahmenpakets «Via Sicura» beschlossen. Damit sollen die Unfallzahlen reduziert werden. Während die Polizeikräfte im Unterland in den ersten Wochen noch Gnade walten liessen, wird der Verstoss nun mit 40 Franken gebüsst. Dennoch halten sich nicht alle Lenker an das neue Gesetz.

So etwa im Ronn-Gebiet (Rümlang, Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt), wo fehlbare Lenker seit der letzten Februarwoche zur Kasse gebeten werden. Seither ist es bereits zu 25 Bussen wegen Fahrens ohne Licht gekommen. «Einige Lenker erklären, sie hätten von der neuen Regelung nichts gewusst, andere stellen das Gesetz in Frage. Doch der grösste Teil akzeptiert die Busse», sagt Michel Zollinger, stellvertretender Polizeichef bei Ronn.

Mehrheit fährt korrekt

Dem Grossteil der Lenker im Unterland droht indes keine Busse. «Über 90 Prozent fahren mit Licht», schätzt Zollinger. Diese Einschätzung teilt Andreas Huber, Chef der Stadtpolizei Opfikon. Bisher wurden dort erst vier bis fünf Bussen wegen Fahrens ohne Licht ausgesprochen. Aufgrund personeller Engpässe habe man allerdings in letzter Zeit auch weniger Verkehrskontrollen als üblich gemacht. Die Regensdorfer Gemeindepolizei hat bisher sogar ganz auf Lichtkontrollen verzichtet. Man habe in den letzten Wochen den Schwerpunkt auf die Sicherheit in den Quartieren und auf Dämmerungseinbrüche gelegt. Auch die Kantonspolizei Zürich schaut bei Kontrollen auf die Lichter. Noch sei es jedoch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen, heisst es auf Anfrage.

Automatisch falsch

Eine technische Schwierigkeit zeigte sich bei den Kontrollen in Kloten. Einige moderne Fahrzeuge sind mit Lichtautomaten ausgerüstet. «Solche Fahrzeuge stellen in einer hellen Umgebung die Lichter automatisch ab, um Treibstoff zu sparen», erklärt Klotens Sicherheitschef Thomas Grädel. In Kloten habe man in solchen Fällen bisher auf Bussen verzichtet und auf Aufklärung gesetzt. «Die Polizisten haben den betroffenen Lenkern erklärt, wie man das Licht neu einstellen muss.»

Auch die Stadtpolizei Bülach legt ein besonderes Augenmerk auf die Lichter. Allein während einer Verkehrskontrolle am vergangenen Freitagnachmittag haben die Stadtpolizisten deswegen 18 Lenker gebüsst.