Wahlniederlage
Nach Schlappe im Baselbiet: Zürcher BDP gibt sich kämpferisch

Erneut hat die BDP bei kantonalen Wahlen massiv verloren. Davon lässt sich die BDP in Zürich nicht entmutigen. Die Gründe für die Wahlschlappe im Baselbiet sind für den Zürcher Parteipräsident vielfältig.

Luzia Tschirky
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BDP-Nationalrat Martin Landolt (Archivbild)

BDP-Nationalrat Martin Landolt (Archivbild)

Keystone

Es war nicht die erste Wahlniederlage der BDP. Nach einem Erdrutschverlust im Kanton Bern folgte nun Basel-Landschaft am vergangenen Sonntag. Drei von vier Sitzen im Parlament hat die BDP verloren.

Der Präsident der BDP des Kantons Zürich, Marcel Lenggenhager, möchte angesichts der erneuten ausserkantonalen Niederlage keine voreiligen Schlüsse ziehen: «Man darf sich von anderen kantonalen Wahlen nicht ins Boxhorn jagen lassen», kommentiert Lenggenhager. Der Präsident der BDP Schweiz, Martin Landolt, sieht die Situation wesentlich düsterer: «Das ist katastrophal, da gibt es nichts schönzureden.», erklärte er gegenüber Radio SRF.

Auf die Gründe der Schieflage der BDP angesprochen, spricht Lenggenhager vom fehlenden Profil: «Jetzt müssen wir mehr von unserem Leistungsausweis sprechen. Wir müssen sagen, wofür wir einstehen.» Im Gegensatz zu vor vier Jahren ist die BDP keine neue Partei mehr und kann nicht mehr auf Sympathiewähler der ersten Stunde zählen. «Ich werde oft von Leuten angesprochen: ‹Ach ihr seid die nettere SVP!› Doch so einfach ist es nicht. Wir haben im Kanton Zürich ein ganz anderes, lösungsorientierteres Profil als die SVP.» So setze sich die BDP beispielsweise für erneuerbare Energien ein.

Mit schlechten Resultaten in den Kantonen wackelt auch der Stuhl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Doch darauf möchte Lenggenhager im Moment nicht eingehen: «Die Diskussion um die Bundesratswahlen steht nach den Nationalratswahlen an.» Bis zu den kantonalen Wahlen im April, wo Lengenhager für den Regierungsrat kandidiert, bleiben der BDP knapp zwei Monate.