Bundesgericht
Nach Schlägerei am Milchbuck weiterhin in Haft

Der 25-jährige Deutsche, der im Februar mutmasslich einen 19-Jährigen bei der Tramhaltestelle Milchbuck massiv zusammengeschlagen hat, kommt noch nicht frei.

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Bundesgericht.

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Keystone

Es handelt sich gemäss Lausanner Richter jedoch um einen Grenzfall. Sie halten in ihrem Urteil fest, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren zügig vorantreiben muss, wenn der Deutsche bis zur erstinstanzlichen Verhandlung in Haft bleiben soll.

Der Doktorand wird verdächtigt, Mitte Februar einen Schweizer in den frühen Morgenstunden angegriffen zu haben. Gemäss Staatsanwaltschaft habe er während rund 20 Minuten das reglos am Boden liegende Opfer gegen Kopf und den Oberkörper getreten.

Das Bezirksgericht Zürich ordnete im Oktober die Entlassung des Verdächtigten gegen die Leistung einer Kaution von 100'000 Franken an. Dagegen erhob die Staatsanwaltschaft jedoch Beschwerde.

Dem Deutschen droht bei einer Verurteilung eine empfindliche Strafe. Weil der junge Mann vor der Tat noch nicht lange in der Schweiz weilte und Familie sowie Freundin zudem in Deutschland leben, sieht das Bundesgericht die Flucht als wahrscheinlich an. Der einzige Grund in der Schweiz zu bleiben, sei die Fortsetzung seiner Doktorarbeit.