Zürich
Nach Schachtdeckel-Wurf: Zweiter Mann aus U-Haft entlassen

Der Mann, der einen FCZ-Fan in Winterthur mit einem Schachtdeckel am Kopf schwer verletzt haben soll, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter vorsätzlicher Tötung.

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Das Zwangsmassnahmengericht habe die Freilassung am 16. Juni entschieden, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zürich am Freitag eine Meldung von Tagesanzeiger.ch. Es würde keine Flucht- oder Kollusionsgefahr bestehen. Ob ein Geständnis oder ein Motiv vorliegt, sagte die Sprecherin nicht.

Nach dem Kantonsderby zwischen dem FC Winterthur und dem FC Zürich war am Abend des 13. Mai ein FCZ-Fan schwer verletzt worden. Er befand sich am Hauptbahnhof Winterthur, um den Zug nach Zürich zu besteigen, als er von einem Schachtdeckel aus Metall am Kopf getroffen wurde.

Das Metall-Element war vom Parkdeck geworfen worden, das sich über den Perrons befindet. Der 27-jährige Mann wurde ins Spital gebracht und auf der Intensivstation versorgt. Er konnte nach drei Tagen das Spital verlassen.

Vier Tage nach dem Vorfall waren zwei junge Männer von 19 und 21 Jahren, die aus dem Bezirk Winterthur stammen, verhaftet worden. Einer der beiden war bereits früher aus der U-Haft entlassen worden.