Bubikon

Nach Mobbing-Vorwürfen: Gemeindeschreiber tritt per sofort zurück

Die Gemeinde Bubikon im Zürcher Oberland muss zahlreiche Abgänge in der Verwaltung hinnehmen.

Die Gemeinde Bubikon im Zürcher Oberland muss zahlreiche Abgänge in der Verwaltung hinnehmen.

Bubikon muss zahlreiche Abgänge in der Gemeindeverwaltung verkraften. Grund dafür soll der Gemeindeschreiber sein, dem Führungsschwäche und Verletzung der Persönlichkeitsrechte seiner Mitarbeiter nachgesagt werden. Jetzt ist der Mann nach zehn Jahren im Amt per sofort zurückgetreten.

Bubikon sieht sich mit zahlreichen Abgängen in der Gemeindeverwaltung konfrontiert. Fünf Ressort- und Abteilungsleiter haben in den vergangenen Monaten gekündigt oder sich frühpensionieren lassen, zahlreiche Fachkräfte sind nicht mehr Teil der Verwaltung. Auch auf der Exekutivebene der Gemeinde im Zürcher Oberland sieht es düster aus. Von sieben bisherigen Gemeinderäten stellen sich im April nur noch zwei zur Wiederwahl.

Grund für die vielen Abgänge soll der Gemeindeschreiber sein, wie der "Zürcher Oberländer" berichtet. Acht ehemalige Angestellte werfen ihm als Personalchef Führungsschwäche vor. Mehrmals habe er das Datenschutzgesetz und die Persönlichkeitsrechte seiner Mitarbeiter verletzt. Zudem fördere er zwar Personen, die er möge. Jene, die ihm widersprechen, versuche er hingegen loszuwerden.

Am Dienstagabend trat der Gemeindeschreiber nach zehn Jahren im Amt mit sofortiger Wirkung zurück. Den Rücktritt begründete er mit den Vorwürfen an seine Person, die via Medien an die Öffentlichkeit gelangt seien. Stellung zu den Anschuldigungen wollte er keine beziehen.

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