Der Wetziker Stadtrat hatte das Organisationskomitee (OK) der Feuerwehrsternfahrt 2015 im vergangenen August aufgefordert, Sitzungsgelder und Spesen in der Höhe von 20'500 Franken zurückzuerstatten. Ende September erklärte sich das OK bereit, 12'118.35 Franken zurückzugeben. Der Nachrichtenagentur sda liegt der Stadtratsbeschluss vor, der eine entsprechende Meldung aus dem "Zürcher Oberländer" vom Dienstag bestätigt.

Laut dem Beschluss sind nicht alle OK-Mitglieder bereit, ihre Sitzungsgelder zurückzuzahlen und die Spesen will das Komitee nicht erstatten. Einen Teil der Sitzungsgelder habe das Gremium gar nicht beansprucht, laut eigener Darstellung handelt es sich dabei um 7200 Franken.

Im gleichen Beschluss erklärt der Stadtrat, nicht zivilrechtlich gegen die OK-Mitglieder vorgehen zu wollen: Die Erfolgsaussichten seien gering. Der Stadtrat hatte jedoch erwartet, dass das OK angesichts des hohen Defizits alle Spesen- und Sitzungsgelder zurückgibt.

Kollektive Schuld

Die internationale Sternfahrt 2015 war ein Misserfolg: Anstatt der erwarteten 5000 Teilnehmer kamen nur 1700 aktive Feuerwehrleute nach Wetzikon. Die Veranstalter gaben dem schlechten Wetter und dem sogenannten "Frankenschock" nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses die Schuld.

Die rechtliche Beurteilung durch eine Anwaltskanzlei hat ergeben, dass Fehler bei der Organisation gemacht wurden und die finanziellen Verantwortlichkeiten im Vorfeld nicht sauber festgehalten waren. Die Mitglieder des OK treffe eine kollektive Schuld.

Die politische Aufarbeitung der teuren Sternfahrt steht noch aus. Der Stadtrat beteuert im vorliegenden Beschluss aber, eine Fehleinschätzung wie jene im Zusammenhang mit der Veranstaltung, werde sich nicht wiederholen. Massnahmen für Kontrollsysteme, rechtliche Rahmenbedingungen und klarere Abläufe seien eingeleitet worden.