Prävention

Nach Machtmissbrauch: ETH schickt auch Doktoranden in Pflichtkurse

An der ETH müssen Professorinnen und Doktoranden Pflichtkurse belegen. Keystone

An der ETH müssen Professorinnen und Doktoranden Pflichtkurse belegen. Keystone

Die ETH investiert in Präventionsarbeit. Nach den Fällen von Machtmissbrauch führt die Universität obligatorische Kurse für Doktoranden ein. Auch die Professoren müssen nachsitzen.

Die ETH Zürich will vermeiden, dass Konflikte zwischen Doktoranden und Professoren eskalieren. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere solche Fälle an der Hochschule publik geworden sind, verstärkt sie die Präventionsarbeit. «Wir werden im Frühling ein Massnahmenpaket präsentieren», sagt Antonio Togni, Prorektor Doktorat an der ETH in der «NZZ am Sonntag».

Jetzt schon klar ist, dass künftige Doktoranden einen Kurs belegen müssen. Dieser soll ein bis zwei Tage dauern und ihnen ihre Rechte und Pflichten vermitteln. «Sie müssen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Probleme haben», sagt Togni. «Und sie sollen sich früh genug melden.» 

Doch nicht nur bei den Doktoranden setzt die ETH an. Wie deren neuer Präsident Joël Mesot Anfang Jahr im Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte, plant er obligatorische Kurse für Professoren: «Ich möchte, dass alle Professorinnen und Professoren Personalführungskurse besuchen.»

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