Petition «Meh Glacé für Züri»
Nach Glacé-Aktion: Frondienst statt Anzeige für Zürcher Jungfreisinnige

Die Jungfreisinnigen der Stadt Zürich (jfz) kommen mit einem blauen Auge - respektive einem grünen Daumen - davon. Im Zusammenhang mit einer Werbeaktion für die jfz-Petition "Meh Glacé für Züri" erstattete die Stadt Anzeige. Nun hat sie diese zurückgezogen, denn einige Jungfreisinnige leisten Frondienst und helfen beim Unkrautjäten.

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Grossandrang beim Glaceverkäufer in Zürich. (Symbolbild)

Grossandrang beim Glaceverkäufer in Zürich. (Symbolbild)

WALTER BIERI

Die Jungfreisinnigen haben Mitte Juli in einer Nacht- und Nebel-Aktion einen Teil des Seeweges ums Zürcher Seebecken blau angemalt. Damit wollten sie auf die Lancierung der Petition "Meh Glacé für Züri" aufmerksam machen.

Die Jungfreisinnigen stören sich nämlich daran, dass rund um das Seebecken nur 13 Stände Glacé verkaufen dürfen. Dieses Angebot sei zu knapp. Die Jungpartei fordert mehr Lizenzen und Standplätze.

Wegen Sachbeschädigung erstattete Grün Stadt Zürich Anzeige. Vergangene Woche setzten sich die Jungfreisinnigen und Grün Stadt Zürich zusammen. Die Anzeige wurde danach zurückgezogen, wie die Partei am Wochenende mitteilte. Denn es liege keine Sachbeschädigung vor. Es war eine abwaschbare, biologisch unbedenkliche Kreidefarbe benutzt worden.

Der Stadt entstanden dennoch Reinigungskosten in der Höhe von rund 3800 Franken, wie ein Sprecher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes (TED) am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Diese Kosten müsse der Verursacher bezahlen. Es sei allerdings langjährige Praxis im TED, dass solche Kosten erlassen werden können, sofern die Verursacher einen entsprechenden Frondienst leisten. Dazu hätten sich die Jungfreisinnigen bereit erklärt.

Wie jfz-Präsidentin Bettina Fahrni zur sda sagte, besteht dieser Frondienst voraussichtlich darin, "dass einige Jungfreisinnige einen Nachmittag lang bei Grün Stadt Zürich beim Unkrautjäten helfen".