Dumpinglöhne
Nach dem Limmattower blockiert die Unia eine weitere Baustelle

Zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen hat die Gewerkschaft Unia im Raum Zürich eine Grossbaustelle blockiert. Am Freitagmorgen wurde die Baustelle für die Genossenschaftssiedlung "Mattenhof" geschlossen.

Drucken
Teilen
Nach der Aktion am Limmattower stand die Baustelle für die Genossenschaftssiedlung "Mattenhof" in Zürich-Schwamendingen am Freitagmorgen für zwei Stunden still. (Symboldbild)

Nach der Aktion am Limmattower stand die Baustelle für die Genossenschaftssiedlung "Mattenhof" in Zürich-Schwamendingen am Freitagmorgen für zwei Stunden still. (Symboldbild)

Limmattaler Zeitung

Die Blockierung der Baustelle in in Zürich-Schwamendingen dauerte zwei Stunden. Gemäss einer Mitteilung der Unia habe man so gemeinsam mit allen Arbeitern ein Zeichen gesetzt, dass Lohndumping nicht akzeptiert werde. Betroffen seien bei dieser Baustelle die Eisenleger und Schaler.

Gemäss Unia-Angaben arbeiten die Männer für Sub- und teilweise sogar Sub-Subunternehmen der Glarner Baufirma Feldmann. Einzelne Lohnbestandteile würden nicht ausbezahlt und die Arbeitsverträge widersprächen dem Gesamtarbeitsvertrag. Dies führe zu Löhnen, die ein paar hundert bis tausend Franken unter den Mindestlöhnen liegen.

"Absolute Dumpinglöhne"Am Mittwoch hatte die Unia Zürich-Schaffhausen bereits die Baustelle des Zürcher Luxushotels Atlantis aus demselben Grund blockiert. Dort sollen 20 bis 30 Gipser aus Ungarn zu absoluten Dumpinglöhnen für ein Subunternehmen arbeiten. Einen Tag später blockierte die Unia dann aus demselben Grund die Arbeiten am Limmat-Tower in Dietikon.