Der Gesamtkredit für das Bauvorhaben einschliesslich Reserven beträgt 24,165 Millionen Franken. Davon hat der Stadtrat 21,62 Millionen Franken gebundenen Ausgaben für die Instandsetzung in eigener Kompetenz bewilligt, wie er am Freitag mitteilte.

Dem Gemeinderat beantragt er 2,545 Millionen Franken neue Ausgaben für den Ersatz des Aufbaus, für bauliche Anpassungen zur betrieblichen Verbesserung und für die Miete von Ausweichspielstätten.

Im Mai 2012 beschädigte ein Brand den Kopfteil des Trakts B im Kulturzentrum Rote Fabrik. Vierzehn Ateliers wurden vollständig oder teilweise zerstört. Der Betrieb der darunter liegenden Aktionshalle ist seither nur eingeschränkt möglich.

Bilder des Brands in der Roten Fabrik vom Mai 2012:

Nun sollen nicht nur die Brandschäden behoben, sondern auch ohnehin notwendige Instandsetzungsmassnahmen durchgeführt werden. Hinzu kommen noch weitere bauliche Eingriffe, die mit der Erfüllung von Auflagen zum Brand- und zum Lärmschutz sowie zur Behindertengerechtigkeit verbunden sind.

Der vom Brand direkt betroffene Gebäudeteil mit den Kunstateliers muss komplett ersetzt werden. Anstelle des eingeschossigen, über die Aktionshalle greifenden Aufbaus soll es einen zweigeschossigen Aufbau geben. Damit lässt sich gemäss Mitteilung der Verlust von Nutzfläche reduzieren, der durch den zusätzlichen Flächenbedarf im Bereich der Gebäudetechnik entsteht.

Veranstaltungs- und Lagerräume mieten

Die Aufrechterhaltung eines breiten Veranstaltungsprogramms während der zweijährigen Bauzeit sei für die Rote Fabrik essenziell, heisst es weiter. Als Ersatz für die Aktionshalle müssten deshalb auch externe Lokale zugemietet werden.

Weitere Räume sind für die Zwischenlagerung von technischem Material und Bühnenelementen notwendig. Die Kosten für diese Provisorien belaufen sich auf 930'000 Franken.

Die Stadt geht davon aus, dass die Bauarbeiten frühstens 2020 starten können. Denn noch ist beispielsweise ein Entscheid des Baurekursgerichts hängig. Dieses muss einen Experten beiziehen, der sich eingehend mit den Fassaden der Roten Fabrik befasst.

An der Westfassade der Roten Fabrik wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert nachträglich Fenster eingebaut. Zwischen diesen Fensteröffnungen finden sich auf der Backsteinmauer Überreste eines ursprünglich die ganze Fassade schmückenden Rautenmusters.

Die Stadt Zürich will diese Fensteröffnungen nun wieder schliessen. Gleichzeitig beabsichtigt sie, die dazwischen liegenden Backsteine - und damit auch das Rautenmuster - zu entfernen.

Neu sollen mehrere grossflächige Steingitterverkleidungen in die Fassade eingesetzt werden, hinter denen verdeckt die Belüftungsanlage für die Konzerthalle montiert wird. Vier Personen haben gegen das städtische Vorhaben rekurriert.