Winterthur

Nach Anschlägen in Paris: An’nur-Moschee führt Ausweiskontrollen durch

Hier befindet sich der Eingang zum An'nur-Kulturzentrum in Winterthur.

Hier befindet sich der Eingang zum An'nur-Kulturzentrum in Winterthur.

Der Kulturverein in Hegi reagiert auf die Radikalisierungen im Umfeld der Moschee. Alle Besucher werden neu registriert, durch das fotografieren des Ausweises. Zudem soll zu jeder Zeit ein Mitglied des Vereinvorstandes anwesend sein.

Gläubige, welche die An’nur-Moschee in Hegi besuchen, müssen seit neuestem einen Ausweis vorzeigen. Dieser wird von der Moschee-Leitung abfotografiert und gespeichert. Die Massnahme ist laut Atef Sahnoun, Präsident des Kulturvereins An’nur, seit dem letzten Wochenende in Kraft, also seit der Anschlagsserie in Paris.

Austausch von Extremisten verhindern

Die Moschee geriet vor einigen Monaten und erneut in den letzten Tagen in die Schlagzeilen, da im Umfeld und teils auch in Räumlichkeiten der Moschee junge Muslime radikalisiert werden sollen. Die Vertreter betonten wiederholt, davon nichts mitbekommen zu haben.

Laut Sahnoun wurden zudem weitere Sicherheitsmassnahmen getroffen: «Wir haben neu die Regel, dass zu jeder Zeit ein Mitglied des Vereinsvorstands in den Räumlichkeiten der Moschee anwesend sein muss.» Damit soll verhindert werden, dass sich Extremisten in kleinen Zirkeln austauschen.

«Tiefstes Mitleid mit den Betroffenen»

In einer Stellungnahme verurteilte der Verein zudem heute Morgen die Attentate von Paris. Man stehe «solidarisch zum französischen Volk» und teile «tiefstes Mitleid mit den Opfern und allen Betroffenen».

Erst gestern fanden in der Moschee Gespräche zwischen der Moscheeleitung und Fachstellen der Kantons- und Stadtpolizei sowie des Kantons statt. Zu den Inhalten des Treffens ist nichts bekannt.

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