70.4 Prozent der Stimmberechtigten haben am Sonntag dem Objektkredit von 24.5 Millionen Franken für das Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West zugestimmt. Baubeginn ist voraussichtlich 2018, Einzug ist für Herbst 2019 geplant. Noch hängig ist ein Rekurs der Interessensgemeinschaft IG Duttweiler-Areal gegen die Baubewilligung beim kantonalen Verwaltungsgericht. Das Baurekursgericht hatte diesen abgelehnt.

Nicolas Piccolo-Leeser, Präsident IG Duttweiler-Areal, ist überzeugt, dass das Zentrum nicht auf das Duttweiler-Areal gehört. So sagt er gegenüber dem "Tages Anzeiger", das der Platz für etwas besseres genutzt werden könne, wie zum Beispiel ein Quartierkern. Auch das gegenüber dem Bundesasylzentrum die Stadt Zürich ein neues Schulhaus plant, passe nicht zusammen, sagt Piccolo-Leeser.

Neues Asylzentrum auf dem Duttweiler-Areal

Neues Asylzentrum auf dem Duttweiler-Areal

Über 70 Prozent stimmen für ein neues Bundesasylzentrum. Das Zentrum bietet Platz für 360 Asylsuchende und soll 2019 eröffnet werden.

Sicherheit nicht gewährleistet

Die Tatsache, das Asylsuchende das Zentrum verlassen und sich im Quartier und Zürich frei bewegen können beurteilt Piccolo-Leeser im Hinblick auf die Sicherheit kritisch. So sagt er gegenüber dem "Tages Anzeiger": " Es ist bekannt, dass jene mit einem negativen Asylbescheid auch untertauchen."

Piccolo-Leeser betont allerdings, dass die IG Duttweiler-Areal nicht deswegen den Rekurs eingereicht haben, sondern wegen des Lärmschutzes. Dieser sei nämlich beim aktuellen Bauvorhaben nicht vorhanden. "Mit dem aktuellen Bauvorhaben wären die Asylsuchenden nicht genügend vor dem Lärm der Pfingstweidstrasse geschützt", sagt Piccolo-Leeser. 

Wird der Rekurs der IG Duttweiler-Areal auch vom Verwaltungsgericht abgelehnt, so sei die IG gewillt, damit auch bis vor das Bundesgericht zu ziehen. Zurzeit werden Flyer gedruckt um Spenden zu sammeln, sagt Piccolo-Leeser. (lgi)