Zürich Werdinsel
Nach 50 Jahren warnen Schilder vor Nacktbadenden

Spaziergänger sollen auf der Zürcher Werdinsel nicht mehr von Nacktbadenden überrascht und erschreckt werden. Während sechs Wochen weisen spezielle Schilder darauf hin, wo sie mit nackten Menschen rechnen müssen.

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Plakat Textilbereich
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Plakat Nacktbereich
Plakate Werdinsel

Plakat Textilbereich

Grün Stadt Zürich

Seit über 50 Jahren ist der Werdinselspitz unterhalb des Kraftwerks ein beliebter FKK-Badeort. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Fussgänger, die auf diesen Teil der Werdinsel gelangen, von nackten Menschen überrascht werden und sich dann im Quartier und bei der Stadt beschweren.

Werdinsel Juli 2015
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Unterwegs mit der Stadtpolizei Zürich
Nudisten geniessen das warme, sonnige Wetter auf der Werdinsel
Die Biodiversitätswiese lockt viele Sonnenhungerige an
Doch - was sich in den Waldabschnitten abspielt, sorgt bei der Quartierbevölkerung für rote Köpfe
Die sexuellen Handlungen sind nicht das einzige Problem - auch die Müllberge nach einem schönen Sommersonntag sind problematisch

Werdinsel Juli 2015

Alex Rudolf

Die SP regte deshalb in einem Postulat im Gemeinderat an, der Stadtrat solle eine geeignete Beschilderung des FKK-Bereichs prüfen, wie dies beim Katzensee gemacht worden sei. Auf diese Weise könnten die Nutzungsbedürfnisse aller Werdinsel-Besucher angemessen berücksichtigt werden.

Als Reaktion auf diesen Vorstoss beschildert Grün Stadt Zürich in den nächsten Tagen den Nacktbadebereich für sechs Wochen zu Versuchszwecken. Die Schilder seien in Kooperation mit der Homosexuellen Arbeitsgruppe Zürich (HAZ) und Checkpoint Zürich entwickelt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Tafeln seien als Handlungsempfehlung zu verstehen. "Sie sollen aufzeigen, in welchem Bereich mit Nacktbadenden zu rechnen und wo das Tragen von Kleidern erwünscht ist."

Laut Grün Stadt Zürich soll der Versuch Erkenntnisse über eine geeignete Beschilderung bringen. Die Erfahrungen könnten dann auch in das Nutzungskonzept Werdinsel einfliessen, das gegenwärtig erarbeitet wird und die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Gruppen unter einen Hut bringen soll.