Nach einem Spiel des FC Zürich gegen den FC Winterthur 2017 übergoss ein Winterthurer Fan den Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr mit Bier. Laut dem Onlinemagazin "Republik" setzte Fehr daraufhin die Kantonspolizei Zürich auf den Fall an. Ein Polizist berichtet im "Tages-Anzeiger" von "massivem Druck" auf die Beamten, in diesem Delikt tätig zu werden. Fehrs Direktion bestreitet die Darstellungen.

Nun äussert sich die Mutter des Angreifers, die Thurgauer Regierungsrätin Cornelia Komposch, im "SonntagsBlick". Sie bedaure, was ihr Sohn getan habe. Das sei inakzeptabel. Gleichzeitig betont sie: "Mein Sohn ist erwachsen, er ist für sein Tun selber verantwortlich." Komposchs Sohn ist um die 30 Jahre alt und hat sich mittlerweile schriftlich bei Mario Fehr entschuldigt. Die beiden haben Stillschweigen vereinbart.

Auf das Verhältnis zwischen den beiden Sozialdemokraten Fehr und Komposch hat der Vorfall indes keine Auswirkungen, wie Cornelia Komposch sagt: "Mit Herrn Fehr habe ich ein berufliches Verhältnis. Am Freitag haben wir wegen der Angelegenheit miteinander telefoniert. Die Sache ist für mich abgeschlossen."