Der Kanton Zürich soll ein Musikschulgesetz erhalten. Es soll damit laut Mitteilung vom Freitag «die lange und wertvolle Tradition der Musikausbildung» gesetzlich besser verankert werden.Zudem soll die Zusammenarbeit unter den Musikschulen weiter gefördert werden.

Der Regierungsrat hat die Bildungsdirektion ermächtigt, den Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung zu geben. Über das Konzept dazu wurde bereits 2010/2011 eine Vernehmlassung durchgeführt. Die Zustimmung sei sehr hoch gewesen, heisst es in der Mitteilung des Regierungsrates.

Die musikalische Bildung soll zum festen Bestandteil der öffentlichen Bildung im Kanton Zürich werden. Mit dem Gesetz werden die Konservatorien in der Bildungslandschaft klarer verankert. Geregelt werden die Organisation, die Führung und die Finanzierung der Musikschulen.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Wohnsitz im Kanton Zürich sollen das Angebot der Musikschulen nutzen können, in der Regel bis zum vollendeten 20. Altersjahr. Wer noch in der Erstausbildung ist, soll die Musikschule bis zum vollendeten 25. Altersjahr besuchen können.

Der Musikunterricht gemäss Lehrplan an der Volksschule sowie an den Gymnasien ist durch das Musikschulgesetz nicht tangiert. Unverändert bleibt die Zuständigkeit der Gemeinden für die Musikschulen. Eltern, Gemeinden und Kanton sollen weiterhin die Kosten tragen. Vorgesehen ist, dass der Kanton künftig 10 Prozent der Betriebskosten zahlt.