Der Museumsbetrieb des Pavillons war von 2014 bis 2017 von Eva Wagner geleitet worden. In dieser Zeit gab es vier Wechselausstellungen zum Schaffen und der Person Le Corbusier, zudem wurden Werke des Schweizer Architekten gezeigt. Der Pavillon zählte seither in den Sommermonaten insgesamt rund 35'000 Besucherinnen und Besucher.

Am 1. Oktober schliesst das Museum. Damit ende auch der Interimsbetrieb, teilte Kultur Stadt Zürich am Freitag mit. Der denkmalgeschützte Pavillon wird bis Frühling 2019 saniert. Das Gebäude gehört seit Mai 2014 der Stadt Zürich.

Für den Betrieb ab Frühling 2019 suchte die Stadt Zürich eine externe Trägerschaft. Aus 24 Konzepten machte die Fachjury eine Vorauswahl und lud sechs Bewerber zu einer Präsentation ein.

Attraktives, massgeschneidertes Programm

Das Gremium entschied sich einstimmig für das Konzept des Museums für Gestaltung Zürich, wie es weiter heisst. Es überzeugte mit einem "attraktiven, massgeschneiderten Programm für Ausstellungen und Begleitveranstaltungen".

Das Stadtparlament hatte im Dezember 2016 Betriebsbeiträge für die neue Trägerschaft von jährlich 500'000 Franken für die Jahre 2019 bis 2022 bewilligt. Zusätzlich wird die Stadt die Miete von jährlich 220'000 Franken erlassen.

Der Pavillon wurde 1967 eröffnet und war bis im Frühling 2014 im Besitz der Galeristin und Sammlerin Heidi Weber. Sie hatte das Centre Le Corbusier initiiert. Im Mai 2014, als der Baurechtsvertrag ablief, übernahm die Stadt Zürich den Pavillon.

Der Pavillon im Seefeld ist das einzige Gebäude, das Charles-Edouard Jeanneret, alias Le Corbusier, in der Deutschschweiz realisiert hat.